Ausstellerkatalog

Messe Dortmund
Dortmund, Deutschland
07. - 08.11.2018

Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG

Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG

R 58-6

D-73230 Kirchheim unter Teck
Germany
www.keller-lufttechnik.de

Getreu unserem Firmenslogan „Maßstab für reine Luft“ entwickeln und produzieren wir Absauganlagen, Filter und Komponenten für nahezu alle Industriebereiche. Luftfremde Stoffe entstehen bei allen Herstellungs- und Verfahrensprozessen. Ob bei der mechanischen Werkstoffbearbeitung wie Schleifen oder Fräsen, bei thermischen Prozessen wie Schmelzen oder Trennen oder bei Lackier- und Veredelungsprozessen. Um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden, gehören zu unserem Portfolio sowohl Verfahren der Trockenabscheidung, der Nassabscheidung, als auch der Öl- und Emulsionsnebelabscheidung.

Produkte

Produktneuigkeiten

  • Keller Lufttechnik informiert: Absauganlagen sicher betreiben

    Auf der Messe SOLIDS 2018 in Dortmund weist Keller Lufttechnik auf die hohen Anforderungen an den Explosionsschutz beim Betrieb von Absauganlagen hin und präsentiert Lösungen dafür. Die Explosions-Rückschlagklappe ProFlap, die im Notfall das Durchschlagen von Flammen auf andere Anlagenteile verhindert, absolvierte bereits ihre Prüfung nach der neuen, strengeren Norm (EN 16447) mit Bravour und sicherte sich damit eine Vorreiterstellung am Markt. Weiteres Thema sind die neuen, langlebigen Filterelemente KLR-Filter, die das Unternehmen auf eigenen Maschinen herstellt und damit sein umfassendes eigenes Know-how von der Anlagen- über die Filtertechnik bis zum Explosionsschutz weiter ausbaut.
    Dortmund/Kirchheim unter Teck, 12. September 2018 – Betreiber von Absauganlagen stehen in der Verantwortung: Saugt ihre Anlage brennbare Stäube ab, ist sie potenziell explosionsgefährdet. Schutzkonzepte und -maßnahmen sind nötig. „Dabei sind die Maschinenrichtlinie, EN ISO 13849, und die Explosionsschutz-Richtlinie ATEX, 2014/34/EU, zu beachten“, berichtet Jens Kuhn, Qualitätsleiter bei Keller Lufttechnik. Das Unternehmen aus Kirchheim/Teck bei Stuttgart ist Spezialist für Absauganlagen, Filterelemente und den zugehörigen Explosionsschutz. Es unterstützt seine Kunden dabei, Absaugsysteme sicher und gesetzeskonform zu betreiben. Denn die Materie ist komplex. Keller Lufttechnik nutzt die Dortmunder Messe SOLIDS am 07. und 08. November 2018, um auf Stand R 58-6 in Halle 6 darüber aufzuklären.

    Maschinenrichtlinie: Performance Level d einhalten
    „Vielen Betreibern von Absauganlagen ist zum Beispiel nicht klar, dass die Maschinenrichtlinie die Einhaltung bestimmter sogenannter Performance Level, kurz: PL, fordert. Die PL bewerten auf einer Skala von a bis e, wie zuverlässig eine Sicherheitsfunktion ist“, sagt Kuhn. „Für den Explosionsschutz gilt in der Regel der sehr anspruchsvolle Performance Level d.“

    „Störfall wäre theoretisch nur alle 530 Jahre zulässig“
    Für Anlagen-Betreiber, die sich zum Beispiel in Sachen Ex-Schutz alleine auf einen Funkenvorabscheider verlassen, bedeutet das: Sie tun nicht genug. In ihrem Abscheider entsteht – typischerweise immer wenn der Filter abgereinigt wird – eine explosionsfähige Atmosphäre. Der Funkenvorabscheider soll verhindern, dass ein heißer oder glimmender Span dieses Gemisch explodieren lässt. Um einen Performance Level d zu erreichen, müsste der Funkenvorabscheider so sicher arbeiten, dass nur alle 530 Jahre ein Funken das Gerät ungehindert passiert, rechnete Jens Kuhn aus. „Doch selbst wenn es einen Abscheidegrad von 99,999 Prozent aufwiese, würde alle zwei Stunden (!) ein Funken in den Abscheider gelangen“, erklärt der Experte.

    Konstruktiver Ex-Schutz mit ProVent und ProPipePlus
    „Die beste Explosion ist die, die gar nicht erst entsteht“, meint Leopold Rang, der bei Keller Lufttechnik als Abteilungsleiter für den Vertrieb im Bereich Anlagentechnik zuständig ist. „Vorbeugender Ex-Schutz ist daher wichtig. Aber in der Mehrzahl der Anwendungen ist er nicht zuverlässig genug und daher nicht ausreichend. Mit konstruktiven Schutzmaßnahmen sorgen wir vor und stellen sicher, dass im Ernstfall niemand verletzt wird.“ Anlagen können zum Beispiel so gebaut sein, dass sie dem enormen Druck von rund zehn Bar, der sich durch eine Explosion bilden kann, standhalten (druckstoß- oder druckfeste Bauweise). Alternativ gibt es die Möglichkeit, dem Druck einen kontrollierten „Ausgang“ zu bieten und ihn damit deutlich zu reduzieren. Mit den Komponenten ProVent und ProPipePlus ist eine solche Druckentlastung flammenlos möglich. Ein Edelstahlgestrick hält Hitze und Feuer zurück. Solche Systeme sind selbst in geschlossenen Räumen einsetzbar. Bei ProPipePlus entfällt sogar die Pflicht, eine Schutzzone ausweisen zu müssen.

    ProFlap III: Rückschlagklappe optimiert und zertifiziert
    Werden explosionsfähige Stäube abgesaugt, müssen Entstaubungsanlagen darüber hinaus explosionstechnisch entkoppelt sein. Das heißt: Das Durchschlagen der Flammen in die Rohrleitungen und mögliche Folgeexplosionen gilt es zu verhindern. ProFlap III heißt die Rückschlagklappe, die Keller Lufttechnik anbietet, um die Rohgasseite einer Anlage im Notfall abzusperren. Im normalen Betrieb hält der Luftvolumenstrom die Klappe offen. Im Fall einer Explosion kommt eine Druckwelle aus der entgegengesetzten Richtung und schließt die Klappe. „Wir haben die ProFlap weiterentwickelt“, erläutert Kuhn. „Die geschlossene Klappe dichtet das Rohr nun noch besser ab und verriegelt bei allen Modellen automatisch.“ Die Optimierungen zahlten sich aus. Rückschlagklappen müssen nämlich jetzt eine strengere Prüfnorm (EN 16447) erfüllen. Die neue ProFlap III-Baureihe meisterte die Tests. „Dadurch haben wir in bestimmten Anwendungsgebieten, zum Beispiel bei Metall/Aluminium, jetzt ein Alleinstellungsmerkmal“, freut sich Kuhn.

    Verschärfte Prüfungsanforderungen
    Die Prüfungen seien äußerst spannend gewesen, erzählt der Qualitätsexperte. Es hätte zum Beispiel ein separater Test mit Metallstäuben stattgefunden. „Die reagieren besonders heftig. Die Temperaturen sind höher und der Druck baut sich schneller auf“, berichtet er. Befänden sich Bögen in der Rohrleitung zwischen Abscheider und der Rückschlagklappe, wirke sich das ebenfalls aus. Der Druck steige. Daher werde auch ein solcher Aufbau heute geprüft. „Interessanterweise nutzen die Prüf-Fachleute inzwischen Prüfbehälter, die ein minimales Volumen aufweisen. Das erscheint paradox. Doch in diesen Anlagen steigt der Explosionsdruck am schnellsten an und die Rückschlagklappe muss besonders zügig reagieren.“

    Keller Lufttechnik: „Wir entwickeln selbst“
    Die Messe SOLIDS, sagt Leopold Rang, wolle Keller Lufttechnik nutzen, um seinen Ruf als Problemlöser und Gesamtanbieter zu festigen. „Es gibt kaum einen Hersteller im Bereich der Abscheidetechnologie, der ein so umfassendes eigenes Know-how von der Anlagen- über die Filtertechnik bis zum Explosionsschutz besitzt, wie wir.“ Unlängst führte der weltweit agierende Mittelständler die neuen KLR-Filter ein. Die Abkürzung steht für Keller Long Run. „Das Ergebnis unserer Entwicklungsarbeit: Der neue Filter hat eine größere Filterfläche, spart durch geringeren Druckerlust rund fünf Prozent Energie ein, ist besser vor Verschleiß geschützt und extrem langlebig“, berichtet der Vertriebsprofi. „Wir gewährleisten unseren Kunden, dass ihre KLR-Filter bis zu 120.000 Reinigungsintervalle souverän und ohne Qualitätsverlust absolvieren.“

    exschutz.net

  • High-Tech Kunststoffe schonen Geldbeutel und Umwelt

    Einer der größten Vorteile von Kunststoff ist,
    dass es vielfach das schwerere Metall ersetzen
    kann – und damit beispielsweise Autos
    deutlich leichter macht. Die DuBay Polymer
    GmbH betreibt eine der weltweit größten
    Anlagen für die Produktion von High-Tech
    Kunststoffen. Beim Veredelungsprozess, der
    sogenannten Compoundierung, entstehen verschiedene
    Stäube und Dämpfe, die zuverlässig
    abgeschieden werden müssen, um eine hohe
    Anlagenverfügbarkeit sicherzustellen.
    Im westfälischen Hamm-Uentrop stellt die DuBay
    Polymer GmbH jährlich bis zu 80.000 Tonnen Polybutylenterephthalat
    (PBT) her. Das Polymer dient als
    Ausgangsmaterial für Premium-Kunststoffe, die aufgrund
    ihrer flexiblen Eigenschaften in zahlreichen
    Industrien zur Anwendung kommen. DuBay wurde
    2001 als Produktions-Joint Venture des Spezialchemie-
    Konzerns LANXESS und des US-Chemiekonzerns
    DuPont gegründet und ist in den letzten Jahren
    stetig gewachsen.
    Trend geht hin zum leichteren Kunststoff
    Ein Treiber dieser Entwicklung ist der anhaltende
    Trend, Metalle durch haltbare und vielseitige Hochleistungs-
    Kunststoffe auszutauschen oder beide
    Materialien im Verbund (Hybridtechnologie) zu verwenden.
    „Ein Vorteil von Kunststoffen gegenüber
    Metall ist, dass sie Bauteile leichter machen und so
    für einen geringeren Kraftstoffverbrauch, weniger
    Kosten für den Autofahrer und einen reduzierten
    CO2-Ausstoß sorgen. Ein deutlicher Gewinn für den
    Geldbeutel und fürs Klima“, betont Verfahrensingenieur
    Michael Pasch, der bei DuBay für die
    Compoundier-Anlage zuständig ist. Durch die Zugabe
    von Füllstoffen, Fasern und anderen Additiven
    erhält das Polymer PBT in einer solchen Veredelungsanlage
    gezielt bestimmte Eigenschaften. DuBay-
    Beschäftigte machen die Kunststoffe dort beispielsweise
    so robust, dass sie für Bauteile einsetzbar
    sind, die dauerhaft starke statische Belastungen
    aushalten
    müssen: zum Beispiel Scharniere, Gehäuse,
    Trittstufen oder Einstiegshilfen. „Wegen ihrer
    Hitzebeständigkeit verbauen Automobilzulieferer
    diese Kunststoffe auch in Elementen, die hohen Temperaturen widerstehen müssen, etwa
    Scheinwerferrahmen“,
    beschreibt Pasch einen
    weiteren Anwendungsbereich.
    DuBay vertraut bei Produktionserweiterung
    zweigleisiger Absaugtechnik
    Anfang 2012 hat das Unternehmen eine
    zweite Compoundier-Anlage in Betrieb genommen
    und damit seine Kapazität für hochwertige
    Kunststoffe verdoppelt. Bei der Planung
    äußerten die Anlagen-Bediener Verbesserungswünsche
    zur bestehenden Absaugung,
    da diese mit umständlichem Handling
    verbunden war. Die entscheidende Empfehlung
    kam daraufhin vom Mutterkonzern
    Lanxess, der seit Jahren gute Erfahrungen
    mit den Abscheidern von Keller Lufttechnik
    macht, vor allem bei der Veredelung von
    Kunststoffen.
    Die Anforderungen von Michael Pasch und
    seinen Kollegen deckten sich mit der zweigleisigen
    Filtertechnik, die Keller bei der
    Compoundierung einsetzt. „Wir scheiden die
    trockenen Stäube, die beim Wiegen, Mischen
    und Zugeben der Zuschlagsstoffe entstehen
    über einen Trockenabscheider ab, die klebrigen
    Aerosole, die beim Extrudieren entweichen,
    erfassen wir über einen Nassabscheider“,
    erklärt Mario Borst, Projektverantwortlicher
    im Vertrieb von Keller Lufttechnik.
    Weniger Schlamm macht Entsorgung
    einfacher und günstiger
    Bei der Abscheidung von klebrigen Partikeln
    besteht oft die Gefahr von Anbackungen und
    Bränden in der Rohrleitung. Um dem entgegenzuwirken,
    setzt Keller direkt an der Erfassungsstelle
    über dem Extruder Sprühdüsen
    ein, die die Rohgasleitung über den gesamten
    Querschnitt mit Wasser bespülen. „Dabei
    wird durch Verdampfungskühlung ein Temperatursprung
    verursacht, der wiederum Hochsieder
    zur Kondensation bringt“, erwähnt
    Mario Borst einen positiven Nebeneffekt. Die
    anschließende Nassabscheidung entfernt
    sowohl flüssige als auch feste Partikel aus
    dem Abluftstrom und trennt sie in einem Sedimentationsbecken
    vom Waschwasser. Der
    dabei entstehende Schlamm wird über einen
    Schlammräumer
    automatisch und kontinuierlich
    ausgetragen und fällt in einen nebenstehenden
    Entsorgungscontainer. „Wir sind froh, den
    Schlamm bei dieser Anlage nicht mehr ständig
    von Hand aus den Entsorgungseimern
    entfernen zu müssen – das Handling ist nun
    deutlich einfacher und eine Reinigung kaum
    notwendig“, so Pasch. „Die Tatsache, dass
    die an den Mischbühnen entstehenden Stäube
    über einen separaten Trockenabscheider
    gefahren werden, reduziert zudem die anfallende
    Schlamm-Menge im Nassabscheider.
    Das macht die Entsorgung noch einfacher
    und zudem erheblich günstiger.“
    Auch der Trockenabscheider fällt unter die
    Kategorie „wartungsarm“. Die Abreinigung
    der Filterelemente erfolgt automatisch differenzdruck-
    oder zeitintervallgesteuert. Gefüllte
    Entsorgungsbehälter lassen sich während
    des Betriebs der Anlage entleeren. Eine Füllstandsüberwachung
    zeigt dem zuständigen
    Mitarbeiter – in der Regel im Abstand von
    einigen Wochen − an, dass der Eimer entleert
    werden kann.
    Trockenabscheidung muss ATEX-Richtlinien
    erfüllen
    Für den Betrieb einer Compoundier-Anlage
    gelten die Anforderungen der sogenannten
    ATEX-Richtlinien (Explosionsschutz-Richtlinien
    der Europäischen Union). Der Trockenabscheider
    VARIO ist daher mit einem hochwertigen
    Druckentlastungsventil ausgestattet, das
    im unwahrscheinlichen Fall einer Explosion
    die entstehende Energie flammenlos absorbiert.
    Eine von Keller entwickelte und patentierte
    Rückschlagklappe verhindert das Übergreifen
    von Druckwelle und Flammfront auf
    den Arbeitsraum.
    Die Verantwortlichen von DuBay legten großen
    Wert auf die Explosionsschutzmaßnahmen,
    denn das Thema Arbeitssicherheit genießt im
    Unternehmen einen hohen Stellenwert.
    Am
    Haupteingang weist eine große Infotafel mit
    dem Slogan „Mit SICHERHEIT erfolgreich in
    die Zukunft“ auf die eindrucksvolle Zahl von
    über 500 Tagen ohne Arbeitsunfall hin.
    Zuverlässige Filtertechnik sorgt für sehr
    hohe Anlagenverfügbarkeit
    Michael Pasch und seine Kollegen steuern
    und überwachen die Compoundier-Anlage
    aus ihrem Leitstand heraus. Eine Vielzahl an
    Monitoren und Anzeigen helfen dabei. „Wir
    gehen eigentlich nur raus, wenn eine Störmeldung
    erfolgt und das ist sehr selten der
    Fall“, berichtet Michael Pasch zufrieden. Die
    hohe Verfügbarkeit der Anlage erleichtert
    nicht nur die Arbeit der Bediener, sondern
    sorgt auch für die Einhaltung der hohen Produktionsrate.
    „Die Absaugung funktioniert
    reibungslos, eine Kontrolle ist quasi nicht
    nötig“, ergänzt Pasch.
    Auf die Frage, ob man bei der eventuellen
    Anschaffung einer dritten Compoundier-
    Anlage erneut auf Keller bauen würde, meinte
    Michael Pasch: „Keller ist, was die Filtertechnik
    angeht einen Schritt voraus. Klar kämen die
    wieder zum Zuge“

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