Ausstellerkatalog

MCH Messe Schweiz - Zürich
Zürich, Schweiz
11. - 12.04.2018

Aussteller

Still AG

Still AG

C23

8112 Otelfingen
Schweiz
www.still.ch

STILL gehört seit langem zu den führenden Anbietern von Gabelstaplern, Wagen und Schleppern sowie modernsten Intralogistiksystemen. Mit mehr als 8.000 Mitarbeitern, vier Produktionsstätten, 14 Niederlassungen in Deutschland, 20 Tochtergesellschaften im Ausland, sowie einem Händlernetz, das weltweit 246 Händler umfasst, ist STILL erfolgreich international tätig. Mit höchster Qualität, Zuverlässigkeit und innovativer Technik, erfüllt STILL heute und in Zukunft die Anforderungen kleiner, mittlerer und großer Unternehmen.

Produkte

Produktneuigkeiten

  • Neuestes Mitglied der STILL iGo Familie: Eine automatisierte Routenzuglösung

    Die internationale Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss LogiMAT in Stuttgart steht in ihrem 15. Jahr unter dem Motto „Wandel gestalten. Digital – Vernetzt – Innovativ“. Getreu diesem Motto können Besucher auf dem STILL Messestand, in Halle 8, Stand B41, in die Welt intelligenter Intralogistik-Lösungen eintauchen und das nächste Level der Automatisierung live erleben. Im Fokus steht das jüngste Mitglied der iGo Familie – eine automatisierte Routenzuglösung. Mit dieser visualisiert STILL, wie in Zukunft eine intelligente Versorgung der Produktion mit Routenzügen realisiert werden kann. Ein weiteres Messe-Highlight der iGo Familie ist der iGo neo CX 20. Damit hat der Intralogistikspezialist nicht nur bewiesen, dass er in Sachen Autonomie die Nase vorn hat, sondern zugleich die Richtung angezeigt, in die die Reise gehen wird. Intralogistik 4.0. made by STILL: Simply Smart eben!

    STILL hat auf der CeMAT 2016 erstmals das LiftRunner Routenzugsystem mit unterschiedlichen Zugfahrzeugen, Rahmen- und Trolleyarten vorgestellt. Gleichzeitig wurde ein automatisierter Be- und Entladeprozess mithilfe vom C-Rahmen mit zwei elektrisch angesteuerten und zweifach teleskopierbaren Gabelpaaren mit bis zu 1.000 Kilogramm Tragkraft präsentiert. Jetzt geht das Unternehmen mit einem komplett automatisierten Routenzug einen entscheidenden Schritt weiter, um seine Kompetenz im Bereich Lean Logistik unter Beweis zu stellen. „Wir präsentieren auf der LogiMAT einen elementaren Schritt in Richtung Zukunft, indem wir zeigen, was im Bereich des Routenzugeinsatzes technologisch möglich ist“, erläutert Herbert Fischer, Head of Business Segment Tugger Train der STILL GmbH. „Maßgabe war es, die Prozesse unserer Kunden mithilfe von Automatisierung effizienter zu gestalten, damit diese Kosten reduzieren können. Mit unserer innovativen Routenzuglösung können wir einen durchweg automatisierten Warenfluss bis ans Produktionsband darstellen und so die taktgesteuerte Belieferung von Produktionslinien noch cleverer und wirtschaftlicher gestalten.“

    Die auf der LogiMAT vorgestellte Automatisierungslösung bildet alle Stationen des Warenflusses vollautomatisiert ab – von der Beladung des Routenzugs am Bahnhof über die Fahrt zu den einzelnen Stationen an der Produktionslinie bis hin zur Entladestation. Sie besteht aus einem automatisierten STILL Hochhubwagen EXV für die Be- und Entladung an den Bahnhöfen, einem automatisierten Schlepper, der den Routenzug anführt sowie aus automatisierten Standard E-Rahmen und Übergabestationen. Diese sind das Herzstück der STILL Routenzuglösung. Auf dem E-Rahmen befindet sich anstelle eines Trolleys eine Fördertechnik in Form zweier elektrisch angetriebener Rollenbahnen. Um die Last abzugeben oder aufzunehmen, wird der automatisierte E-Rahmen vor die Übergabestation gefahren. Zwei Sensoren sorgen dafür, dass sich der E-Rahmen durch Absenken und Positionieren mit der Übergabestation kontaktiert. Der Be- oder Entladevorgang startet durch die Freigabe der Fördertechnik. Ein weiterer Sensor beendet den Fördervorgang und stellt dabei sicher, dass eine vollständige Be- bzw. Entladung erfolgt ist.

    Der automatisierte E-Rahmen mit Übergabestation kann auch mit einem manuell betriebenen Schleppfahrzeug zur Be- und Entladung besonders schwerer Lasten an einzelnen Stationen der Produktionslinie genutzt werden. Eine klassische Routenzuglösung war hier in der Vergangenheit nicht geeignet, weil beim manuellen Routenzugeinsatz das Lastgewicht auf circa 500 Kilogramm je Anhänger limitiert ist, da die Last mithilfe von Manpower vom Trolley herunter- bzw. heraufgeschoben wird. Mit dem automatisierten E-Rahmen und der Übergabestation eröffnet STILL den Kunden neue Möglichkeiten. Jetzt können auch Lasten bis zu 1,5 Tonnen pro Anhänger per Routenzug zur Produktion gebracht werden.

    Für Unternehmen, die überwiegend schwere Lasten bewegen müssen oder die ihre Mitarbeiter bei der Arbeit entlasten möchten, ist die vollautomatisierte Routenzuglösung, die STILL auf der LogiMAT präsentiert, eine Option.

    Der Schlepper mit den E-Rahmen beginnt dabei seine Tour, indem er automatisch zu den Bahnhöfen am Supermarkt fährt und die E-Rahmen exakt vor die Übergabestationen platziert, auf denen sich Vollpaletten befinden. Diese sind zuvor mithilfe eines automatisierten STILL Hochhubwagen EXV aus dem Regal auf die Übergabestationen gesetzt worden. Dann startet die automatische Beladung der Paletten auf die E-Rahmen. Wenn alle E-Rahmen beladen sind, beginnt der Routenzug seinen Milk-Run – also die Belieferung der Produktionslinie. An der ersten Station angekommen, wird automatisch mithilfe einer Übergabestation, die Palette mit dem Material abgeladen. An der nächsten Station nimmt der nun frei gewordene E-Rahmen in gleicher Weise eine Leerpalette auf. Hat der Routenzug alle Stationen der Linie abgefahren, Vollpaletten abgeliefert und Leerpaletten aufgenommen, transportiert er die Leerpaletten zum Bahnhof, lädt diese ab und nimmt die dort schon parat stehenden Vollpaletten für die nächste Tour auf.

    „Mit der automatisierten Routenzuglösung von Still können jetzt auch schwere Lasten in die Routenzugversorgung eingebunden werden“, erläutert Herbert Fischer. „Dabei zeichnet sich der automatisierte STILL Routenzug durch hohe Prozesssicherheit, einfaches Handling sowie durch geringe Implementierungskosten aus.“

    STILL legt auch bei der Ausgestaltung seines iGo Automatisierungsportfolios den Fokus auf die Anforderungen des Kunden, der bei allen Entwicklungen mit ins Boot genommen wird. „Wir möchten zusammen mit unseren Kunden die Intralogistik 4.0 gestalten“, so Christian Fischer, Leiter Produktmanagement Business & Automation Solutions. „Deshalb ist es wichtig, die Prozesse des Kunden genau zu kennen. Grundlage für eine Automatisierung oder auch eine autonome Lösung“, so der Produktmanagementleiter, „ist immer ein STILL Serienfahrzeug, denn hierdurch erhält der Kunde nicht nur bewährte Premiumqualität, sondern auch eine hohe Flexibilität, da er das Fahrzeug jederzeit auch manuell bedienen kann.“

    Mit dem autonom agierenden Kommissionierfahrzeug STILL iGo neo CX 20 durchbrach STILL bereits im letzten Jahr die Grenze vom rein automatisierten Fahrzeug zum mitdenkenden Teamplayer, der mit seiner Umgebung interagiert. Der iGo neo kann sich intelligent fortbewegen, indem er seine Umgebung und seinen Bediener erkennt und nur diesem auf Schritt und Tritt folgt. Im Gegensatz zum automatisierten Fahrzeug, dem sogenannten FTF, das auf einer starr festgelegten Strecke fährt und nicht selbstständig in der Lage ist, Hindernissen auf seiner Route auszuweichen, kann das autonome Fahrzeug nicht nur Hindernissen, wie beispielsweise anderen Flurförderzeugen oder Menschen, geschickt ausweichen, sondern auch seine Geschwindigkeit dem Schritttempo des Bedieners anpassen sowie sich stets in eine für den Anwender optimale Beladeposition begeben. „Mithilfe der Autonomie und den sich daraus ergebenden kognitiven Fähigkeiten des STILL iGo neo CX 20 haben wir völlig neue Möglichkeiten geschaffen, wie wir zukünftig Logistikprozesse, wie die Kommissionierung, noch effizienter abbilden können. Gleichzeitig sind wir damit dem Ziel einer wandlungsfähigen Intralogistik in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung einen entscheidenden Schritt näher gekommen.“

    Wichtig ist, dass Autonomie und Automatisierung keine konkurrierenden Technologien sind. Ganz im Gegenteil, STILL will diese Welten zusammenbringen. So wäre zum Beispiel in Zukunft auch ein autonomer Routenzug denkbar. Ganz nach dem iGo Baukastenprinzip: Der Kunde beschreibt uns seinen Prozess, und wir finden das passende Serienfahrzeug, kombiniert mit der passenden Technologie zur Automatisierung seiner Prozesse. Dies realisiert STILL, indem man sich ganz auf produktbasierte Lösungen konzentriert.

  • Kraftpaket für mühelosen Warentransport

    STILL erweitert die Produktfamilie der Elektro-Niederhubwagen um ein neues Fahrzeug für den leichten Horizontaltransport auf Kurzstrecken. Mit dem neuen STILL Geh-Niederhubwagen ECU 15 C können Lasten bis zu 1,5 Tonnen befördert werden. Dabei profitiert der Bediener von höchster Ergonomie: Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass sowohl Fahren als auch Heben und Senken ohne Kraftanstrengung elektrisch erfolgen, sondern auch dank des durchdachten Deichseldesigns mit einer intelligenten Anordnung der Bedienelemente. Auch auf engstem Raum erweist sich das kompakte und wendige Fahrzeug als effektiver Lagerhelfer bei Anwendungen in der Industrie, im Handel und in der Logistik.

    „Dank dieser Eigenschaften ersetzt der Niederhubwagen ECU 15 C den klassischen Handgabelhubwagen“, erläutert Kai von Berg, Leiter Produktmanagement Lagertechnik bei der STILL GmbH. „Das Fahrzeug ist ein kompaktes Kraftpaket, mit dem zukünftig Lasttransporte nicht nur einfacher, sondern auch produktiver gestaltet werden können. Zahlreiche Features tragen dazu bei, dass der Bediener bei seiner täglichen Arbeit entlastet wird und die Umschlagleistung gesteigert werden kann.“

    Die Bedienung des Niederhubwagens ist kein Kraftakt: Musste der Bediener eines klassischen Handgabelhubwagens noch das Fahrzeug mit Muskelkraft ziehen und die Last durch Betätigen einer Hydraulikpumpe manuell anheben und absenken, so kann er mit dem ECU 15 C seine Kräfte schonen. Alle Arbeitsschritte, wie Fahren, Heben oder Senken von Lasten bis zu 1,5 t, erfolgen mithilfe elektrischer Unterstützung.

    Dank des geringen Eigengewichts des Fahrzeugs von lediglich 200 kg inklusive Batterie eignet sich das Gerät hervorragend für den Einsatz auf Zwischenebenen, für die Beförderung von Waren in höher gelegene Stockwerke über einen Lastenaufzug sowie für die Lkw-Mitnahme, besonders wenn Waren über eine Hubbühne be- und entladen werden müssen.

    Angetrieben wird das Fahrzeug mithilfe eines zuverlässigen, kraftvollen und wartungsarmen Fahrmotors in 24-Volt-Technik. Aufgrund des sehr leisen Fahrbetriebs kann der Niederhubwagen auch in öffentlichen Bereichen oder in Umgebungen mit Kundenverkehr zum Einsatz kommen. Das Gerät ist mit einer wartungsfreien Gel-Batterie ausgestattet, die über eine Kapazität von maximal 85 Ah verfügt. In Kombination mit dem äußerst geringen Batterieverbrauch von lediglich 0,39 kW pro Stunde kann mit dem leistungsstarken Fahrzeug eine hohe Einsatzdauer bei maximaler Verfügbarkeit erzielt werden. Der Bediener ist über das Display jederzeit über den aktuellen Ladezustand der Batterie informiert. Bei Bedarf lässt sich die Batterie problemlos über das integrierte Ladegerät an einer Steckdose zwischenladen.

    Mit dem ECU 15 C ist man immer sicher unterwegs. Durch das tiefgezogene Chassis ist höchste Bedienersicherheit gewährleistet. Beim Einsatz des Geräts sorgen zwei seitliche Stützräder für ein sicheres Fahrverhalten. Die Gabeln des Niederhubwagens sind zusätzlich verstärkt, um einen langlebigen Einsatz zu ermöglichen. Um schnell und sicher in eine Palette einfahren zu können, hat STILL die Gabelspitzen abgerundet. Integrierte Einfahrrollen vereinfachen dabei die Queraufnahme von Paletten, so dass die Umschlaggeschwindigkeit erhöht werden kann.

    Ergonomie wird beim neuen STILL Niederhubwagen ECU 15 C großgeschrieben: Der Deichselkopf ist derart konzipiert, dass sowohl Rechts- als auch Linkshänder mit dem Gerät ermüdungsfrei und intuitiv arbeiten können. Um die Hub- und Senkfunktion zu betätigten, muss der Bediener nicht umgreifen. Er kann die Hände stets sicher an der Deichsel halten.

    In engen Arbeitsumgebungen punktet das Fahrzeug mit seinen äußerst kompakten Abmessungen und einer hohen Wendigkeit und Manövrierfähigkeit. Das L2-Maß beträgt weniger als 510 mm. Der Wenderadius des flotten Lagerhelfers ist mit gerade einmal 1.540 mm sehr gering, und dank einer Arbeitsgangbreite von nur 1.880 mm ist der ECU 15 C auch in engen Lagerzonen und schmalen Arbeitsgängen unschlagbar.

    Besonders pfiffig hat STILL den Zugang zum Fahrzeug geregelt: Der gut zugängliche Notausschalter dient nicht nur dem sicheren Fahrzeugbetrieb, sondern er fungiert auch als Schlüssel, mit dem das Fahrzeug ordnungsgemäß abgestellt oder auch wieder in Betrieb genommen werden kann.

  • Fit für Industrie 4.0

    Bedeutete Automatisierung in der Produktions- und Logistikumgebung in den vorangegangenen industriellen Revolutionen, Menschen durch Maschinen zu ersetzen, um Prozesse effizienter zu gestalten, so fällt dem Menschen mit der Industrie 4.0 eine völlig neue Rolle zu. In der vierten industriellen Revolution wird der Mensch zum „Menschen 4.0“. Er ist nicht mehr Bediener von Systemen, sondern Koordinator, Dirigent oder Spezialist. Das Internet, Cloud-Strukturen und cyber-physische Systeme prägen dabei das industrielle Umfeld. Komplexe Softwaresysteme organisieren, steuern und überwachen zukünftig robotergestützte Systeme. Mit diesen Systemen bildet der Mensch ein Team, das sich gegenseitig unterstützt. Mit dem iGo neo CX 20 hat STILL bereits eine erste Mensch-Maschine-Kollaboration vorgestellt und einen Ausblick auf die Zukunft gewährt.

    Doch mit der Anschaffung innovativer neuer Technologien alleine ist es nicht getan. Damit ihr Einsatz tatsächlich wertschöpfend ist, müssen auch die Prozesse, in die diese Technologien eingebunden werden, optimiert werden. Deshalb sollte die Einführung von Industrie oder Logistik 4.0 wohlüberlegt erfolgen. „Es müssen die einzelnen Schichten eines Unternehmens genauestens betrachtet werden. Dazu sollten die einzelnen Prozesse in Teilprozesse zerlegt werden, um diese genau zu analysieren und vielleicht auch grundlegend zu hinterfragen“, erläutert Christian Fischer, Leiter Produktmanagement Business & Automation Solutions bei der STILL GmbH.

    Wie beim Bauplan eines Hauses, in dem ein Bauwerk in Grundrissen, Ansichten, Schnitten und Details dargestellt wird, muss auch das Unternehmen detailliert angesehen und dargestellt werden, um es in einzelne Schichten zu zerlegen und diese analysieren zu können. Bei der Betrachtung der jeder Schicht könnte die erste Schicht zum Beispiel aus den Prozessen vom Warenein- bis Warenausgang bestehen, darüber gelagert wäre als zweite Schicht ein User Management- und ein Transportleitsystem, darüber wiederum in einer dritten Schicht das Warehouse-Managementsystem und ganz zuoberst, in der vierten Schicht, ein ERP- und ein Warenwirtschaftssystem. „Wir müssen also sowohl die einzelnen aufeinander folgenden Prozessschritte als auch die übereinander gelagerten Systeme unterteilen“, so Fischer. „Wenn wir jeden Prozessschritt und jede Ebene verstanden haben, dann ist die Basis für eine Industrie 4.0 geschaffen. Dann können Bausteine, wie zum Beispiel die Kommissionierung, nach und nach erneuert oder austauscht werden.“ Erst hierdurch wird sichergestellt, dass alles, was nachträglich in das Gesamtkonzept eingebaut oder verändert wird, sowohl strukturell als auch infrastrukturell eingebunden ist.

    Dabei kann kein bereits bestehendes Unternehmen von heute auf morgen in einem Schritt von Industrie 3.0 auf Industrie 4.0 umgestellt werden. Das kann nur in einzelnen Prozessschritten erfolgen. Damit sind die Risiken für das Unternehmen überschaubar. „Der Kunde wird eher bereit sein, kleinere Schritte zu gehen, als seine gesamte Intralogistik mit einem Mal auf den Kopf zu stellen“ erklärt Fischer. Das sei gerade der Vorteil, dass ein Upgrade auf Industrie 4.0 in einer vorhandenen Umgebung sukzessive erfolgen kann. Sobald ein ganzheitliches Vernetzungskonzept für das Unternehmen vorhanden ist und Konnektivität geschaffen worden ist, ist man bereits Industrie 4.0. „Dabei liegt es auf der Hand, dass eine Industrie 4.0-Lösung von der Stange nicht existiert, sondern jedes Unternehmen individuell betrachtet werden muss“, so Fischer.
    In der Welt von Industrie 4.0 wird die gesamte Logistik zukünftig vernetzt und hoch skalierbar sein. Alle Systeme, wie beispielsweise Flurförderzeuge, kommunizieren untereinander, indem sie Daten austauschen. Sie entlasten den Menschen da, wo monotone, immer wiederkehrende Tätigkeiten ausgeführt werden müssen. Dadurch sorgen sie dafür, dass Prozesse effizienter und sicherer werden. „Nehmen wir beispielsweise die Kommissionierung“, sagt Christian Fischer. „Es wäre durchaus denkbar, dass der Mensch der Maschine irgendwann nicht mehr folgt, sondern lediglich kommissioniert, und das Fahrzeug fährt dann autonom zum Warenausgang.“ Dies wäre laut STILL die logische Weiterentwicklung des iGo neo CX 20, der heute zwar schon autonom dem Bediener folgt, aber dieser muss das Fahrzeug noch bei allen Prozessschritten bis zum Warenausgang begleiten. „Unsere Vision ist es, dem Kunden kundenspezifische Lösungen anzubieten, die auf einem Baukasten von STILL-Technologien basieren. So ist es denkbar, dass da, wo es Sinn macht, einzelne Technologien, wie zum Beispiel autonomes Fahren, mit der Lithium-Ionen-Technologie kombiniert wird“, so Fischer weiter, „denn für uns beschränkt sich Skalierbarkeit nicht auf Produkte, sondern auch auf Technologien.“

    Bei STILL neXXt fleet habe genau diese Entwicklung stattgefunden. Die intelligente Datenerfassung mit STILL neXXt fleet wird mittelfristig die Anwendungen STILLReport und STILL FleetManager ersetzen. Mit STILL neXXt fleet bietet STILL Kunden ein hoch skalierbares und flexibles Tool an, mithilfe dessen eine intelligente und effiziente Flottensteuerung möglich ist. STILL neXXt fleet bietet alle Möglichkeiten einer intelligenten Datenerfassung und Aufbereitung, um Logistikprozesse einfacher, schneller und kostensparender zu realisieren. In einer Industrie 4.0 müssen Softwaresysteme mit den Anforderungen stetig wachsen können. „Wir haben unser Know-how im Bereich des Flottenmanagements über mehr als zehn Jahre hinweg permanent weiterentwickelt und auf die Bedürfnisse von Industrie 4.0 zugeschnitten. Die Markteinführung von STILL neXXt fleet ist die logische Konsequenz.“

    Das Webportal neXXt fleet setzt neue Maßstäbe hinsichtlich Zugänglichkeit, Verfügbarkeit, Übersichtlichkeit, Bedienerfreundlichkeit und Visualisierung. Mussten in der Vergangenheit zur Flottenanalyse noch zahlreiche Datensätze aus den unterschiedlichsten Abteilungen und Bereichen mühsam zusammengetragen werden, fügt neXXt fleet diese Bausteine jetzt blitzschnell zu einem Gesamtkonstrukt zusammen. Auch wenn für die Darstellung eines aktuellen Prozesses nicht alle Daten relevant sind, so können dennoch sämtliche Daten eines Flurförderzeug-Einsatzes erfasst werden. Werden neue Bausteine implementiert oder wird die Optimierung weiterer Prozesse angestrebt, sind diese Daten vielleicht hilfreich. „Wir müssen dem Kunden vermitteln, dass er die Datenhoheit behält und dass seine Daten sicher sind und anonym bleiben“, erläutert Christian Fischer. „Aus Angst, die Kontrolle über die eigenen Daten zu verlieren, scheuen viele Kunden noch solche Tools in vollem Umfang einzusetzen. Deshalb bieten wir Lösungen an, die die individuellen Privacy-Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigen.“

    So wird aus den visionären Ansätzen, die in den letzten Jahren oft diskutiert wurden, gelebte Industrie 4.0 – leicht anwendbar, hoch effizient und gleichzeitig hoch flexibel sowie mit einem großen Mehrwert für die Nutzer.

  • STILL erhält weltweit anerkanntes Nachhaltigkeitszertifikat von EcoVadis

    STILL hat sich einer umfangreichen Prüfung durch die internationale Bewertungsplattform EcoVadis gestellt und ist für sein großes Engagement im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) mit dem Silberstatus belohnt worden. In den Bereichen „Umwelt“ und „Arbeitsbedingungen“ zählt STILL demnach zur Spitzengruppe aller von der weltweit renommierten Rating-Agentur untersuchten Maschinenbauer. Damit wird die glaubwürdige Umsetzung der im STILL Leitbild verankerten werteorientierten unternehmerischen Verantwortung einmal mehr von unabhängiger Stelle bestätigt.

    Die EcoVadis-Initiative prüft Lieferanten im Hinblick auf ihre Nachhaltigkeit in den vier Bereichen Umwelt, Arbeitsbedingungen, Geschäftspraxis und Lieferkette. Dabei bezeichnet CSR das Ziel, wirtschaftliches, soziales und ökologisches Handeln miteinander in Einklang zu bringen und dieses durchgehend nachhaltige Konzept auf der gesamten Unternehmensebene aus eigener Initiative heraus umzusetzen. Bei STILL ist CSR bereits seit vielen Jahren fest verankert und integraler Bestandteil der strategischen Ausrichtung. Um das unternehmerische Handeln für Geschäftspartner und Kunden transparent zu gestalten, hat sich der Intralogistikspezialist einer systematischen Untersuchung aller Nachhaltigkeitsaspekte im Unternehmen unterzogen.

    Fragen zur Nachhaltigkeit, und damit zu den langfristigen Folgen unternehmerischer Aktivitäten, nehmen beim Vergleich von Lösungen und Produkten durch Kunden und Einkäufer mittlerweile eine Schlüsselstellung ein. Heute gehört das Vertrauen in die Nachhaltigkeit des unternehmerischen Handelns mindestens genauso zur Bewertungsgrundlage wie die Bilanz. Schließlich stehen Unternehmen nicht nur im Dialog mit der Gesellschaft, sondern sind weltweit ein aktiver Teil davon. In einer globalisierten Welt gehört die Zukunft deshalb den Unternehmen, die bei ihrer täglichen Arbeit werteorientiert denken und handeln. Unter „Nachhaltigkeit“ wird dabei die Art und Weise des Wirtschaftens und der Gewinnerzielung in einem Unternehmen verstanden, unter Berücksichtigung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Standards. Eine nachhaltige Unternehmensphilosophie, wie STILL sie bereits seit langem im Leitbild verankert hat und täglich lebt, ist nicht nur Beiwerk, sondern mittlerweile ein schlagkräftiges Vertriebsargument.

    Gerade von einem führenden Lösungsanbieter wie STILL wird Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg erwartet, also von der Herkunft der Rohstoffe über die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern und in den eigenen Werken bis hin zum Recycling am Ende des Produktlebenszyklus. Von EcoVadis untersucht wurden bei STILL die vier Nachhaltigkeitsfelder „Umwelt“, „Arbeitspraktiken und Menschenrechte“, „faire Geschäftspraktiken“ sowie „nachhaltige Beschaffung“. Neben umweltschonender Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Produkten setzt STILL unter anderem auf hohe Sozial- und Umweltstandards bei seinen weltweiten Zulieferern und überprüft diese regelmäßig vor Ort. Abgesehen von Kontrollen ist den Verantwortlichen jedoch vor allem die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Zulieferern wichtig. Dabei gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen einem nachhaltigen Lieferantenmanagement und dem finanziellen Erfolg eines Unternehmens. Zulieferer, die nachhaltig wirtschaften, sind meist effizienter als andere Zulieferer, weil Nachhaltigkeit eine kontinuierliche Verbesserung sämtlicher Geschäftsprozesse voraussetzt. Das wiederum sichert einen Innovationsvorsprung für die Unternehmen, welche mit diesen Partnern zusammenarbeiten. STILL sieht Nachhaltigkeit deshalb als eine langfristige Aufgabe an. Für die Bereiche Qualitätsmanagement (DIN EN ISO 9001:2008), Umweltmanagement (DIN EN ISO 14001:2004), Energiemanagement (DIN EN ISO 50001:2011) und Arbeitsschutz (BS OHSAS 18001:2007) erhielt STILL bereits entsprechende Zertifikate des Germanischen Lloyd (DNV GL).

    Die unabhängige Rating-Agentur EcoVadis hat sich zum Ziel gesetzt, die Umwelt- und Sozialpraktiken von Unternehmen durch eine umfassende Prüfung der jeweiligen Produktions- und Lieferkette im Hinblick auf Nachhaltigkeit zu unterstützen. Dabei richtet sich die Agentur nach den zehn Grundsätzen des Global Compact der Vereinten Nationen und berichtet jedes Jahr über die erzielten Fortschritte. Seit der Unternehmensgründung im Jahr 2007 setzten über 20.000 namhafte Unternehmen bei der Reduzierung von Risiken, der Förderung von Innovationen und der Schaffung von Vertrauen und Transparenz zwischen Geschäftspartnern auf die Kompetenz von EcoVadis. Inzwischen werden diese Lieferanten aus 95 Ländern nach über 150 Einkaufskategorien und 21 CSR-Kriterien bewertet. Die Beurteilung wird durch die CSR-Experten von EcoVadis vorgenommen, die im Rahmen einer Umfrage die Antworten der Unternehmen nach internationalen Standards, wie z.B. dem Global Reporting Index (GRI), dem ISO 26000 Standard und den Prinzipien des Global Compact auswerten. Die Befragung ist jeweils auf die Länder ausgelegt, in denen die Betriebe tätig sind – unter Berücksichtigung von Branche und Unternehmensgröße.