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Verpackung von frischem Salat - Gastro Star setzt europaweit Maßstäbe
Die Schweizer Gastro Star AG steht für vollwertige, gesunde und frische Nahrungsmittel. Für die Verpackung tellerfertiger Salatmischungen investierte das Unternehmen in eine vollautomatische und nahezu wartungsfreie Linie des Herstellers Ishida. Im Produktionsbetrieb in Dällikon bei Zürich arbeitet heute eine der modernsten Abpackanlagen in ganz Europa.
Der Convenience-Markt boomt und die küchenfertigen frischen Blattsalate sind eines der wichtigsten Produkte im Sortiment von Gastro Star. Die Schweizer Coop vertreibt sie unter den Labels „Betty Bossi“ und „Weight Watchers“. Die verschiedenen tellerfertigen Salatvarianten werden von Gastro Star in zwei Formate von Schalen verpackt. Die runden Schalen haben den gleichen Siegelringdurchmesser und unterscheiden sich nur in der Höhe. Ihr Füllgewicht beträgt 200 bzw. 250 Gramm. Den Packungen sind ebenfalls runde Einlegeschalen beigefügt, die zum Beispiel Dressings, Käse und Croutons enthalten. Für die Automatisierung und das Handling ist die ungewöhnliche, runde Schalenform schwierig. Aber ihre ansprechende Optik ist eine emotionale Komponente und gilt als ein Grund für den Erfolg des Produktes, das in den Kühlregalen der Supermärkte übrigens stehend präsentiert wird.
Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, wollte Gastro Star den Automatisierungsgrad erhöhen und eine höhere Leistung und mehr Effizienz erzielen. Zunächst wurde der gesamte Schalenbereich in einem neu errichteten Anbau konzentriert. Auf diese Weise ließen sich verbesserte Raumtrennungskonzepte und effizientere Abläufe realisieren. Die drei vorhandenen Verpackungslinien wollte Gastro Star zudem um eine vierte vollautomatische Linie inklusive Qualitätskontrolle und Endverpackung ergänzen. Diese Linie sollte ihre Leistung bei der Verarbeitung großer Margen mit wenigen Produktumstellungen ausspielen, während die alten Linien fortan für die Verpackung kleinerer Aufträge bestimmt sein sollten.
Nachdem mehrere Angebote für die Konzeption und Installation der Linie eingeholt worden waren, beauftragte Gastro Star die ITECH AG (Rotkreuz) als Schweizer Vertretung von Ishida. Ueli Forster, Geschäftsführer von Gastro Star: „Ishida ist stark in Line Solutions und präsentierte das beste Komplettkonzept. Das Layout der Linie überzeugte, Service und eine Funktionsgarantie waren inbegriffen. Für uns war besonders wichtig, dass alles aus einer Hand kommt, weil wir noch keinerlei Erfahrungen mit einer solchen Linie hatten.“ Natürlich habe auch eine Rolle gespielt, dass Ishida seit 20 Jahren für Gastro Star ein wichtiger Partner im Verpackungsbereich ist, dem großes Vertrauen entgegen gebracht werde.
Im November 2009 installierte Ishida die neue optimal aufeinander abgestimmte Anlage und die Inbetriebnahme erfolgte bereits Anfang Dezember. Die knapp 20 Meter lange Linie startet mit einem Schalenentstapler, der die Gefäße separiert und hintereinander auf einem Förderband platziert. (Die Ishida Maschine setzt rotierende Kameras is ‚Kamera‘ correct here (English = ‚Cam‘ = a rotating or sliding piece in a mechanical linkage used especially in transforming rotary motion into linear motion or vice versa...)ein, um die gestapelten Schalen präzise zu entstapeln Es folgt eine Mehrkopfwaage CCW-RS, die den geschnittenen und gewaschenen Salat von oben über ein höhenverstellbares Zuführsystem zugeleitet bekommt. Das in Kisten befindliche Produkt wird dafür mit einem Steigförderer in die Höhe befördert und auf die Zuführung gekippt. Angesichts von nur 4,80 Meter Raumhöhe stellte die Zuführung eine besondere Herausforderung dar, die von Ishida gelöst werden konnte.
Die 10-köpfige Teilmengenwaage Ishida CCW-RS steht mobil auf Rollen und lässt sich zum Beispiel für die Reinigung bequem auf Arbeitshöhe herunterfahren. Die Edelstahlschalen mit drei Litern Fassungsvermögen und die Oberflächen der Rinnen wurden produktspezifisch für den feuchten und ungleichmäßig geformten Salat angepasst. Eine ausgeklügelte Vibrationssteuerung bewirkt einen gleichmäßigen und schnellen Produktfluss. Abgefüllt wird das präzise verwogene Produkt über ein spezielles Verteilsystem: Der Salat fällt durch ein Füllrohr und einen absenkbaren Trichter in die Schalen. Zwei Stopfer drücken die unterschiedlich voluminösen Salatportionen sanft und sauber in die Schalen, ohne sie dabei zu zerdrücken.
Anschließend wird auf den Salat eine vorbereitete Einlegeschale platziert, die beispielsweise Sauce, Croutons und Käse enthält. Dieser Prozessschritt wird derzeit manuell erledigt, soll aber noch automatisiert werden. Die Schalen werden weiter befördert zu einem servogesteuerten Ishida Traysealer QX-1100, der sie jeweils in Vierersätzen versiegelt. Als Schutzgas setzt Gastro Star eine Mischung aus Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoffdioxid ein. Die Versiegelung geschieht nach dem bewährten Innenschnittprinzip, es ragt keine Folie über den Packungsrand. Im nächsten Schritt klebt ein Etikettierer die Etiketten auf die Oberseite der Schalen.
Die Verpackungslinie wird fortgesetzt mit einer Reihe verschiedener Systeme der Qualitätskontrolle. Je mehr ein Prozess automatisiert ist, desto wichtiger wird die Qualitätskontrolle, denn die hohe Geschwindigkeit verhindert eine visuelle Kontrolle durch das Personal an der Linie. Ein Ishida Siegelnahttester untersucht die Schweißnähte der Salatschalen und findet dabei mit hoher Zuverlässigkeit undichte Stellen. Erkannt werden Löcher mit nur 0,75 mm Durchmesser. Bei Leckagen können die Schalen wiederverwertet werden. Das in die Maschine integrierte Vision System prüft, ob die aufgebrachten Etiketten korrekt positioniert sind und mit den richtigen Daten und Codes bedruckt sind.
Maximale Sicherheit vor Verunreinigungen erhält Gastro Star durch das Röntgenprüfsystem IX-GA 2475 von Ishida. Die Maschine identifiziert Fremdkörper aus Metall, Kunststoff, Glas, Stein, Hartgummi oder Knochen und meldet außerdem unvollständige Packungen oder solche mit beschädigtem Inhalt. Eine Datenprotokollierung hilft, regelmäßig auftretende Fehlerquellen zu beseitigen und erlaubt den Nachweis über ordnungsgemäße Produktions- und Verpackungsvorgänge. Der Einsatz des Röntgenprüfgeräts ist eine Premiere bei Gastro Star, vorher benutzte das Unternehmen ausschließlich Metalldetektoren. Der Produktionsleiter Johann Meier erläutert: „Unser Produkt überfordert Detektoren, denn es besteht nicht nur aus Blattsalat, sondern kann auch Komponenten wie Eier, Croutons oder ein Dressing mit Aludeckel enthalten. Das Röntgenprüfgerät ist sehr gut einstellbar und spürt selbst kleinste Partikel auf.“ Fremdkörper treten bei Gastro Star selten auf, zumeist handelt es sich um Holz oder Papier, das im Feldsalat eingewachsen ist. Die kleinste bisher entdeckte Verunreinigung hatte einen Durchmesser von gerade einmal 0,6 mm.
Gastro Star Geschäftsführer Ueli Forster: „Mit dem Einsatz der Röntgenprüfsystems hat sich unsere Produktsicherheit verbessert. Früher war diese Technik sehr teuer, heute sind die Kosten für die Anschaffung eines Röntgenprüfgeräts überschaubar geworden.“ Gastro Star hat sich die erhöhten Sicherheitsstandards bereits zertifizieren lassen und gegenüber seinen Kunden kommuniziert.
Vor der Endverpackung ist noch eine weitere Qualitätskontrolle in die Linie integriert. Eine Hochleistungskontrollwaage vom Typ Ishida DACS-W-012 prüft penibel das Packungsgewicht. Schalen, die nicht dem voreingestellten Gewichtsbereich entsprechen, werden von der Kontrollwaage mittels einer Weiche automatisch aussortiert. Den Schlusspunkt der Salatlinie setzt das neu entwickelte Ishida Packing System IPS. Mit hochmoderner Robotertechnik verarbeitet das IPS einzelne Schalen statt vorgruppierter Schalensätze. So wird die Endverpackung in Kisten nicht nur enorm beschleunigt, sondern auch flexibler gestaltet. Einzelne Schalenlagen können unterschiedlich angeordnet werden und müssen nicht die gleiche Anzahl von Schalen aufweisen.
Bedient werden kann die Verpackungslinie auch von ungelerntem Personal. Produktionsleiter Johann Meier: „Für eine derartige Hightech-Linie ist die Bedienung sehr einfach. Die Mitarbeiter müssen lediglich die Einlegeschalen zugeben, zuweilen Salat aufkippen und Folien oder Etiketten wechseln. Wichtige Parameter sind voreingestellt, nur die Produktumstellungen werden vom Maschinenführer erledigt, der von Ishida geschult wurde.“ Die durchschnittlich fünf Formatumstellungen pro Tag, lassen sich meist in nur zehn Minuten durchführen, weil Gastro Star die Abfolge der verarbeiteten Produkte so bestimmt, dass zwischendurch nur eine Grobreinigung erforderlich ist. Bei Werkzeugwechsel müssen 30 Minuten einkalkuliert werden. Auch die Reinigung ist dank der leicht zugänglichen und rasch zu demontierenden produktführenden Teile problemlos und ohne Werkzeug möglich.
Die neue Verpackungslinie läuft bei Gastor Star heute im 1,5 bis 2-Schichtbetrieb und die Investition rentiert sich. Der Ausstoß der vollautomatischen Linie liegt bei 30 bis 40 Schalen pro Minute. Die Leistung ist produktabhängig und steigt an, je länger eine Charge läuft. Zum Vergleich: Auf den älteren Linien werden 15 bis 20 Schalen pro Minute verpackt. Der Produktverlust durch Überfüllung ist deutlich geringer: Maximal ein bis zwei Prozent gegenüber zehn Prozent bei den älteren Linien! Auch Personalkosten werden gespart. Je nach Produkt genügen drei bis vier Mitarbeiter zur Bedienung der Linie, während sonst sechs bis sieben Personen benötigt werden. Darüber hinaus sind die Stillstandzeiten wegen der weitestgehenden Ausschaltung manueller Eingriffe um ein Vielfaches reduziert worden. Geschäftsführer Ueli Forster resümiert zufrieden: „Das ganze Projekt ist sehr gut und absolut seriös abgelaufen. Wir waren überrascht, wie wenig Probleme es gab. Eine Amortisierung der Anlage wird in fünf bis sieben Jahren erreicht sein
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