Balluff Sensortechnik AG

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Schweiz
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Die Balluff GmbH bietet als führender, global tätiger Sensorspezialist und Connectivity-Anbieter mit mehr als 2.200 Mitarbeitern ein komplettes Sortiment an hochwertigen Sensoren, Wegmess- und RFID-Systemen, Zubehör und anwendungsspezifischen Kundenlösungen für alle Bereiche der Fabrikautomation. Vertriebsorganisationen rund um den Globus sorgen „vor Ort“ zusammen mit dem Balluff Logistik Center für eine schnelle weltweite Verfügbarkeit der Produkte und einen umfassenden Service.

Pressemitteilungen

  • Nachweislich mehr Nutzen

    Als weltweit erster Anbieter bringt der Sensorik- und Industrial-Networking-Spezialist Balluff Feldbus-I/O-Module mit beleuchte-tem LCD-Display auf den Markt. Das macht nicht nur die Adres-sierung im Netzwerk einfacher, sondern liefert auch eine ganze Reihe von Zusatzfunktionen. Dazu gehören das Lock-Bit, Se-arch&Rescue und die Geräteidentifikation, die nachweislichen Mehrwert stiften: Maschinen- und Anlagenbetreiber profitieren von dem signifikant höheren Manipulationsschutz, von mehr Komfort und Transparenz bei der Instandhaltung und letztlich von einer höheren Verfügbarkeit und Produktivität. Die neue Mo-dulgeneration steht ab sofort für CC-Link, Ethernet/IP und Profinet zur Verfügung. Ausführungen für die anderen meisten gängigen Feldbussysteme sind ebenfalls demnächst erhältlich.
    Seit nunmehr vier Jahren sind Balluff I/O-Module mit ihren bis zu 32 Ein- und Ausgängen in der Maschinenbau- und Automatisierungswelt nicht mehr wegzudenken. Charakteristische Kennzeichen sind das robuste Vollmantel-Zinkdruckgehäuse, das flache Profil mit gerundeten Kanten, die übersichtlichen großflächigen Anzeigen sowie die einfache Befestigungsmöglichkeit über nur zwei Montagepunkte.
    Die neue Generation von I/O-Feldbusmodulen verfügt über ein be-leuchtetes LCD-Display, das Betreibern bei der Adressierung, Einstel-lung, Instandhaltung und Wartung eine Fülle neuer Möglichkeiten er-öffnet. So lassen sich die Datenübertragungsrate, die Knotenadresse und Informationen zur Soft- und Hardware des Moduls und vieles mehr visualisieren, was die Diagnose und Anlagenverfügbarkeit erheblich vereinfacht.
    Mechanische Aufsätze wie beschädigungsanfällige Drehschalter ent-fallen komplett. Damit ist die neue IP67-Gerätegeneration noch robuster und zuverlässiger als die Vorgängerserie.
    Die Menüführung auf dem lichtstarken und hoch auflösenden Display ist einfach gehalten und selbsterklärend. Die Ein- und Ausgabe der einzelnen Menüpunkte erfolgt über zwei Tasten. Ein besonderer Clou ist der integrierte Manipulationsschutz. So lässt sich das Display über die SPS verriegeln. Ein unerlaubter Zugriff ist dann nicht mehr möglich.
    Darüber hinaus ist die neue Modulgeneration von Balluff mit einer integrierten Search&Rescue-Funktion ausgestattet. Über zwei durch die SPS frei ansteuerbaren LEDs kann der Anlagenbetreiber so auch vordefinierte, nicht modul- bzw. portspezifische Ereignisse direkt am Ort des Geschehens in der Anlage visualisieren.




    Interessant ist auch der integrierte Webserver, ein spezifisches Feature der Ethernet /IP und Profinet-Module. Mittels Standardwebbrowser erhält man Zugriff auf umfangreiche Diagnosefunktionen wie die Anzeige sämtlicher auf dem Modul befindlichen LED-Anzeigen. Im Bereich „Device Properties“ hat man die Möglichkeit z.B. am IO-Link-Port angeschlossene Devices zu parametrieren. Weitere Features verbergen sich hinter der Funktion „Configurations“, wie z.B. die Vergabe der IP-Adressen.

  • Multitag-Reading aus bis zu 6 Metern

    Immer wenn logistische Abläufe innerhalb einer vielschichtigen Prozesskette im industriellen Umfeld absolut fehlerfrei zu steuern und zu überwachen sind, können automatische Identifikations-verfahren eine effiziente Lösung darstellen. Barcode-Etiketten, mechanische Codierungen, Sender- und Empfängersysteme, die mit Funk oder Mikrowellen arbeiten, sowie induktive Identifikati-onssysteme sind Verfahren, die täglich zum Einsatz kommen. Vorteil der RFID-Technologie ist, dass sie berührungslos und damit verschleißfrei arbeitet und dies je nach Ausführung auch über größere Distanzen.

    Mit dem neuen Industrial RFID-System BIS U ergänzt der Sensorspe-zialist und Connectivity-Anbieter Balluff seine bewährte Palette robuster RFID-Systeme mit induktiver Kopplung (BIS C, BIS L, BIS M, BIS S) und Lesebereichsweiten von maximal 300 mm um eine UHF-Lösung (868-870 MHz) für Reichweiten von bis zu 6 Metern. Frequenz-angepasste Varianten für den Betrieb außerhalb der EU sind ebenfalls verfügbar.

    Hauptbestandteile des Industrial RFID-Systems BIS U sind neben der Auswerteeinheit bis zu vier UHF-Richtantennen mit zirkulärer Polarisa-tion sowie Transponder für die Objektkennzeichnung und übergeordnete Systeme wie eine SPS und ein PC mit der Parametriersoftware „BIS UHF-Manager“.

    Das UHF-System nutzt Backscattering-Technologie und setzt auf RFID-Tags nach dem internationalen EPC Gen2 Standard. Die EEPROM-Speichertechnologie sorgt dabei für eine flexible und schnelle Kommunikation auch bei hochdynamischen Anwendungen. Ideale Einsatzgebiete sind unter anderem die Fördertechnik und Intralogistik, die Automobilindustrie und ihre Autozulieferer.

    Der besondere Clou: Bei hoher Geschwindigkeit lassen sich im dyna-mischen Betrieb mit BIS U sowohl einzeln als auch im Pulk die Infor-mationen der Tags dank zirkulär polarisierter Antennen in der Regel unabhängig von ihrer räumlichen Ausrichtung auslesen. Und eine weitere Besonderheit: Im Gegensatz zum Barcode ist keine Sichtver-bindung zwischen Lesegerät und RFID-Transponder nötig ist. Dies erlaubt es, die Transponder in Objekte einzubetten, ohne dass sie äußerlich sichtbar sind, um beispielsweise den Einsatz unter extremen Bedingungen wie Schmutz oder Hitze zu ermöglichen.


    Standardisierte Transponder mit elektronischem Produktcode

    So unterschiedlich wie die Applikationen sind auch die verfügbaren Labels. Wie bereits erwähnt, kann man alle Transponder, die den EPC Gen2- (V1.2.0) bzw. den ISO/IEC 18000-6C-Standard erfüllen, nutzen. Der Anwender hat hier die Wahl zwischen preisgünstigen Label-Tags für den „Einmalgebrauch“ und speziellen, besonders robusten, eingekapselten Transpondern von hoher Schutzart für den Lang-zeiteinsatz in Closed-Loop-Anwendungen, etwa an Warenstückträgern in der Produktion und an Paletten. Erhältlich sind die Label-Tags in verschiedenen Long-Range- und Hybrid-Antennenausführungen und auch als Converted Labels Tags mit zusätzlichen aufgedruckten Klar-textformen, etwa einem Barcode, Versanddaten etc.. Dabei ist aller-dings zu beachten, dass sich die UHF-Tags hinsichtlich ihrer An-prechempfindlichkeit, der Lesebereichsweite und in ihrem maximalen Arbeitsbereich unterscheiden.

    Wahre Spezialisten für den Einsatz in rauer Umgebung mit starken Schock- und Vibrationsbelastungen wie in der Logistik oder auch in der industriellen Fertigung sind eingekapselte Hard-Tags in der Schutzklasse IP 67, wie sie Balluff beispielsweise mit dem Transponder BIS U 100 anbietet. Er ist für eine Arbeitstemperatur von – 40°C bis + 85° C ausgelegt und kann mit dem dazugehörigen Abstandhalter oder mittels Magnetfüßen auch direkt auf Metall befestigt werden.

    Herzstück eines jeden Transponders bei BIS U ist der Elektronische Produkt-Code – kurz EPC genannt. Mit dieser nur einmal vergebenen Identifikationsnummer lassen sich weltweit beliebige Objekte, z.B. Produkte und logistische Einheiten, eindeutig an jedem Punkt innerhalb der Supply-Chain-Kette identifizieren. Die Zuordnung erfolgt über eine übergeordnete Datenbank und funktioniert selbst über Unterneh-mensgrenzen hinweg.

    Autark ohne eigene Stromversorgung

    Das Besondere: Die passiven Datenträger benötigen keine eigene Stromversorgung. Sie entnehmen die für den Betrieb notwendige Energie aus dem elektromagnetischen Feld. Der weitaus größere Teil der eingestrahlten Leistung wird jedoch reflektiert. Eine zeitlich ge-steuerte Änderung des Reflexionsverhaltens der Dipolantenne führt zu einer zurückgestreuten und in seiner Amplitude (Intensität) modulierten elektromagnetischen Welle. Diese wird von der Antenne der Aus-werteeinheit detektiert und anschließend demoduliert. Diese Form des Infomationsaustauschs wird als Backscattering bezeichnet.

    Während im Außenbereich, unter Idealbedingungen ohne Hindernisse, die elektrische Feldstärke annähernd reziprok zur Entfernung abnimmt, sieht dies unter realen Bedingungen gänzlich anders aus. So werden die elektromagnetischen Wellen, die vom Lesegerät ausgesandt werden, nicht nur von den RFID-Transpondern reflektiert, sondern auch von allen anderen Objekten in der Umgebung, wie z.B. den Wänden, Fußböden und abgestellten Transportbehältern. Die reflektierten Wellen überlagern sich mit der vom Lesegerät ausgesandten Primärwelle und führen einerseits zur lokalen Dämpfung bis hin zur Auslöschung, andererseits aber auch zur Verstärkung.

    Dieses Verhalten der elektromagnetischen Wellen erlaubt dann auch nur bedingt eine Vorhersage der Lesereichweite. Durch die Nutzung mehrerer Antennen, die maßgeschneiderte Justierung der Antennen-leistung und das Bewegen der Objekte beim Scannen im elektromag-netischen Feld lassen sich jedoch diese Schwierigkeiten aus dem Weg räumen und das System an die jeweiligen, spezifischen Gegebenheiten optimal anpassen.

    Antikollisionsverfahren für die Highspeed-Identifikation

    Ein besonders rationelles und kostensparendes Verfahren ist die Pulkerfassung von mehreren Tags ohne die Vereinzelung der zu er-fassenden Objekte. So kann man beispielsweise eine Palette mit Kar-tons, an denen die Tags befestigt sind, durch ein Antennenfeld z.B. einen Gate-Reader, führen und alle Datenträger aus größerer Entfernung unabhängig von ihrer Orientierung quasi auf einen Rutsch auslesen.
    Dies ist eine besondere Herausforderung: Ein UHF-System registriert, wenn ein Datenträger im Funkfeld ist, aber nur, wenn Interferenzen, Abschirmeffekte oder ungünstige Ausrichtung zur Antenne nicht ver-hindern, dass er erkannt wird. Außerdem kann es ungewollt auch zu Datenkollisionen kommen, wenn mehrere Tags gleichzeitig antworten. Aber auch dafür gibt es eine Lösung: So wird mit ALOHA ein spezielles Pulk-Erfassungsverfahren bzw. Antikollisionsprotokoll eingesetzt, das den Datenstrom der Tags sequenzialisiert, Kollisionen vermeidet, so dass die Tags auch auf kleinstem Raum sicher erkannt werden. Theoretisch lassen sich so ca. 250 Transponder pro Sekunde erfassen. Und das geht so:
    Es geht eine Aufforderung an alle Transponder eine Zufallszahl zwi-schen 0 und n zu generieren, um damit eine Warteschlangenhierachie zu bilden. Üblicherweise wird die Zahl n auf die Anzahl der zu erwar-tenden Transponder abgestimmt (n = 2Q).

    Nur der Transponder, der eine 0 gewürfelt hat, darf mit der Übertragung seines EPC-Codes antworten, während die anderen wiederum den nächsten Befehl abwarten.

    Das Lesegerät empfängt die Antwort des Transponders und sendet anschließend ein Kommando, wonach alle noch verbliebenen Trans-ponder ihre generierte Zufallszahl um eins erniedrigen.

    Nur der Transponder, dessen Zufallszahl jetzt 0 aufweist, darf mit der Übertragung seines EPC-Codes antworten, während die anderen wie-derum den nächsten Befehl abwarten.

    Antworten zwei Transponder gleichzeitig, so wird der initiale Würfel- und Anforderungsfall mit einem geänderten Q-Fakter neu begonnen.

    Erhält die Auswerteeinheit jedoch mehrmals keine Antwort, weil der Q-Faktor zu hoch gewählt war, so wird der initiale Würfel- und Anforde-rungsfall ebenfalls mit einem geänderten Q-Fakter neu begonnen.

    Ist der Rekursionsvorgang für die Zufallszahl ohne Datenkollisionen abgeschlossen, ist davon auszugehen, dass alle Transponder im Le-sebereich der Antenne angesprochen wurden.

    Arbeitsschutz

    Beim Betrieb eines solchen Systems muss natürlich auch damit ge-rechnet werden, dass sich Menschen für kurze oder auch längere Zeit im Strahlungsbereich aufhalten. Da das System die verbindlichen Grenzwerte der internationalen Strahlenschutzkommission für elekt-romagnetische Felder mühelos einhält, ist nahezu überall ein sicherer Betrieb des Systems möglich.

    Nutzt man eine gebräuchliche Long-Range-Antenne, deren abgestrahlte Leistung in Hauptstrahlrichtung 2 WERP beträgt, wird der Grenzwert für Arbeitsumgebungen von 40,51 V/M für Abstände größer als 24 cm zur Antenne bereits unterschritten. Bei geringeren Sendeleistungen verringert sich sogar der Sicherheitsabstand entsprechend.

  • Easy ID-Lösungen von Balluff – kostengünstig und effizient

    Mit einem umfangreichen Produktportfolio, auf Basis der bewährten RFID-Technologie, bietet Balluff Easy Identifikations-Lösungen. Speziell ausgelegt als reine Lesesysteme (Read-only) sind sie immer dann ideal, wenn Daten nur ausgelesen werden müssen und anschließend zentral, zusammen mit den zugehörigen Daten, in der Steuerung verwaltet werden. Easy ID-Lösungen sind besonders leicht in die unterschiedlichsten Anwendungsumgebungen zu integrieren. Parallele, serielle oder IO-Link-Schnittstellen sparen Zeit und Geld.

    Identifikationslösungen sind Schlüsselkomponenten, wenn es darum geht, beispielsweise Produktionsfortschritte in Fertigungsprozessen zu verfolgen und zu dokumentieren, oder wenn Materialflüsse gesteuert werden müssen. Bis hin zur Logistik und Distribution, wo Behälter oder Kisten in Förder-, Speicher- und Abfrage-Anwendungen überwacht werden, ist in automatisierten Abläufen ein eindeutiges Erkennen und Zuordnen der zu fertigenden, beziehungsweise zu bewegenden Teile notwendig. Dafür haben sich verschiedene Systeme zur industriellen Identifikation entwickelt. Diese reichen von traditioneller Technik mit metallischen Komponenten, die von Sensoren erkannt werden (in Kombinationen mehrerer solcher Komponenten und Sensoren lassen sich auch Codierungen realisieren), bis hin zu den weit verbreiteten Barcodelösungen. Letztere sind zwar kostengünstig, verschleißen je nach Einsatzort allerdings schnell. Ebenfalls kostengünstige, sehr effiziente, gleichzeitig aber sehr zuverlässige Lösungen bietet die Balluff Industrial RFID-Technologie (Radio Frequency Identification). Die Vorteile von RFID liegen auf der Hand: Selbst bei großen Datenmengen und in hochdynamischen Prozessen erfolgt die Kommunikation schnell, flexibel und vollkommen berührungslos, also absolut verschleißfrei. Außerdem lassen sich Balluff Identifikationssysteme BIS in alle Steuerungen einfach integrieren. Auf Basis dieser Technologie bietet Balluff leicht zu implementierende Easy ID-Lösungen, mit denen Read-only-Applikationen schnell und effizient realisiert werden können.

    Read-only

    Immer wenn Daten für eine Rückverfolgung nur ausgelesen werden müssen und die Daten zentral in der Steuerung verwaltet werden, sind Easy ID-Lösungen optimal. Dabei erfolgt die Prozesssteuerung anhand der Referenz- oder ID-Nummer, die wie alle anderen dazugehörigen Daten wie Montage-, Prüf-, Lagerort und sonstige Prozess-Informationen in der zentralen Steuerung hinterlegt sind. Dort sind diese so miteinander verknüpft, dass eine maximale Prozess-Transparenz und 100%-ige Datensicherheit gewährleistet ist. So vereinfachen Easy ID-Lösungen die Kontrolle und Prozessverwaltung. Werkstückträgereinheiten in Fertigungs- oder Montagebereichen lassen sich auf ihrem Weg durch die verschiedenen Arbeitsstationen auch ohne den Einsatz von Barcodes oder anderen Techniken verfolgen. Außerdem kann in jeder Produktionsumgebung eine zuverlässige Fehlererkennung implementiert werden, um Fehler-Vermeidungs-Prozesse zu unterstützen und Fehler sowie teure Nacharbeit zu reduzieren. Gleichzeitig zeichnen sich Easy ID-Lösungen durch einen kurzen Return on Investment aus. Die Komponenten lassen sich schnell und flexibel in vorhandene Strukturen integrieren und sorgen über Jahre hinweg für eine verbesserte Transparenz, dies gilt auch für komplexe Prozesse.

    Für jede Anwendung passend

    Easy ID-Systeme bieten für jede Anwendung die passende Anschaltung. Dafür werden einfache und kostengünstige Schnittstellen genutzt, von Parallelanschaltungen, die direkt an die Digitaleingänge einer SPS verdrahtet werden können, bis hin zu Ethernet TCP/IP in Verbindung mit einer SPS oder einem PC, was eine größtmögliche Flexibilität bei der Integration in neue oder bestehende Anwendungen garantiert. Dazu gehören natürlich auch serielle Anschaltungen wie eine RS232 Schnittstelle, die kompatibel zu vielen Barcode-Lesern und deshalb einfach nachzurüsten ist.

    Sehr einfach und flexibel lassen sich Read-only-Systeme mit Balluff Easy ID-Lösungen über parallele E/A-Versionen realisieren. Darunter sind extrem kompakte und damit einfach zu installierende Ausführungen. Bei einigen Bauformen ist der Lesekopf in die Auswerteinheit integriert, während bei anderen Einheiten der abgesetzte Lesekopf so klein wie ein M12 Näherungsschalter ist. So lassen sich die unterschiedlichsten Anwendungsfälle, selbst in dynamischen Prozessen, lösen. Diese Systeme sind in der Lage bis zu 5 Byte Information in binärem Format mit diskreten Parallelleitungen bereit zu stellen. Sie lassen sich direkt an SPS E/A-Karten oder an E/A-Verteiler anschließen. Ersetzt man damit beispielsweise ein auf Näherungsschaltern basiertes Paletten-Identifikationssystem, besticht das Resultat durch eine größere Zuverlässigkeit und einen deutlich geringeren Wartungsaufwand.

    Bei Ausführungen mit serieller Schnittstelle kommunizieren die Easy ID-Varianten per RS232, RS422 oder IO-Link mit Steuerungen oder PC-Systemen. Dabei können die Geräte so konfiguriert werden, dass die Daten von einem im Arbeitsbereich befindlichen Datenträger automatisch gelesen und an das übergeordnete System weitergegeben werden. Unterschiedliche Varianten an Auswerteeinheiten in kompakter Bauform oder Ausführungen mit abgesetzten Antennen bieten dabei maximale Flexibilität in Fertigungs- oder Montageapplikationen. Sie eignen sich optimal auch für smarte, einzellige Fertigungsplattformen. Im Vergleich zu Barcode Lesesystemen, die in schwierigen Umgebungsbedingungen störanfällig durch Verschmutzung oder Beschädigung sind, stellen die Easy ID-Systeme eine besonders zuverlässige und wirtschaftliche Lösung dar. Dies gilt für Neuinstallationen sowie für Retrofits und zwar auch bei einer nur kleinen Anzahl von Lese-Stationen.

    Eine weitere Anschlussmöglichkeit für mehrere Nur-Lese-Stationen in beispielsweise Förder- oder Rückverfolgungs-Anwendungen mit Werkstückträgern, Paletten und dergleichen, ist easy loop®. Seriell verkettet lassen sich an zwei Linien jeweils bis zu acht Leseköpfe mittels RS422 Schnittstelle direkt an eine SPS oder einen PC anschließen. Auch hier bieten unterschiedliche Varianten an Auswerteinheiten in kompakter Bauform oder Ausführungen mit abgesetzten Antennen maximale Flexibilität. Nutzt man das optionale Kommunikationsmodul, kann sogar über RS232 oder Ethernet TCP/IP-Schnittstelle kommuniziert werden. Steckfertig vorgefertigte Leitungen und Steckverbinder erleichtern die schnelle und korrekte Verkabelung. Ohne Adressierungen oder zusätzliche Einstellungen steht sofort die gesamte Funktionalität zur Verfügung. Ein Kabel genügt und eine separate Spannungsversorgung ist nicht mehr notwendig. Die Geräte können so konfiguriert werden, dass Daten von einem im Arbeitsbereich befindlichen Datenträger automatisch gelesen und an das übergeordnete System weitergegeben werden. Alle Auswerteeinheiten arbeiten unabhängig und ermöglichen den dynamischen Betrieb. So werden vom easy loop®-System Daten auch im Vorbeifahren zuverlässig ausgelesen und von jeder Lese-Station in ASCII-Strings gemeldet. Damit ist ein zuverlässiger Einsatz in deterministischen Anwendungen möglich.

    Basiskomponenten

    Basis der Balluff Easy ID-Lösungen sind die Komponenten der Balluff Identifikationssysteme BIS C, BIS L und BIS M. Das leistungsstarke und flexible BIS C ist ideal für Produktion und Montage. Mit seiner großen Variantenvielfalt an Datenträgern und Leseköpfen löst es ein breites Spektrum an Anwendungsanforderungen – selbst unter widrigsten Einsatzbedingungen wie etwa bei Trocknung im Vakuum, bei Autoklavprozessen oder bei Kontakt mit Kühl- und Schmiermitteln. Für Easy ID-Lösungen sind die BIS C Komponenten als reines Lesesystem (Read-only) konzipiert. Es ist ideal für einfache Identifikations-Aufgaben mit direkter Ausgabe der Daten an einer parallelen Schnittstelle. Da die Signale direkt weiterverwendet werden, kann unter Umständen, wie beispielsweise bei Weichenstellungen in Förderstrecken, sogar eine steuernde Einheit entfallen.

    BIS L ist eine kostengünstige Ausführung mit 125 kHz für die Teilerückverfolgung und Montagelinien. Mit parallelem Ausgangssignal ist sie einfach zu integrieren. Die Datenträger in extrem flacher Scheibenform haben einen lesbaren Speicher mit 40 Bit. Auch die Auswerteeinheiten sind handlich klein und ebenfalls einfach zu installieren. Abgesetzte Antennen in verschiedenen Bauformen ermöglichen die Realisierung unterschiedlichster Anwendungsfälle. Optional besteht für Applikationen mit erhöhtem Anspruch auf die Datensicherheit die Möglichkeit, zu den eigentlichen Daten eine CRC-Prüfsumme auf dem Datenträger abzulegen. Diese kann direkt von einer entsprechenden Auswerteeinheit interpretiert werden. D.h., sie erlaubt jederzeit und überall das Kontrollieren der Daten auf Gültigkeit. Abweichungen werden sofort diagnostiziert. Dies spart zusätzlichen Programmieraufwand zur Datenprüfung auf der Steuerungsseite. Der Leseabstand beträgt bis zu 100 Millimeter und bietet genügend Reserven auch für kritische Applikationen.

    Mit BIS M bietet Balluff ein besonders leistungsfähiges Portfolio an Datenträgern, die sich vor allem durch schnelle Datenübertragung auszeichnen. Durch ihren FRAM-Speicher mit bis zu 2000 Bytes eignen sich die BIS M-Komponenten besonders für Anwendungen, bei denen Daten sehr schnell und mit besonderem Abstand erfasst werden müssen. Die Systeme arbeiten mit einer Frequenz von 13,56 MHz nach den Standards ISO 15693/14443 und können weltweit verwendet werden. Damit sind sie bestens für Aufgaben in modernen Produktionsanlagen gerüstet. Dank serieller Anschaltung lassen sie sich optimal bei adaptiven Produktions-Systemen einsetzen. Auch hier gibt es für den flexiblen Einsatz Auswerteeinheiten in großer Varianz, z.B. mit abgesetzter Antenne oder mit M30 Gehäuse. Das Einsatzspektrum dieser Easy ID-Varianten reicht von der Montagelinie mit beengten Platzverhältnissen über Fertigungsprozesse mit widrigen Bedingungen bis hin zu dynamischen Prozessen.

    Resümee

    Die Easy ID-Read-only-Systeme sind speziell dafür ausgelegt, kostengünstige und einfache Identifikationsaufgaben zu lösen. Sie arbeiten unter nahezu allen industriellen Rahmenbedingungen absolut zuverlässig und gewährleisten, dass der Nutzer die richtigen Informationen immer zum richtigen Zeitpunkt erhält.

  • Verpackungsmaschine für Süßwaren

    Nutzenstiften mit IO-Link


    Die Süßwarenindustrie ist eine der sich am schnellsten weiterentwi-ckelnden Branchen. Viele neue Verpackungsideen werden mit innovativen technischen Konzepten umgesetzt. Die Firma LoeschPack, ein führender Hersteller von Verpackungsmaschinen mit Sitz in Altendorf bei Bamberg, ist eines der ersten Unternehmen der Branche, das die Vorteile des neuen Kommunikationsstandards IO-Link nutzt. Zum Einsatz kommt er an einer Staplereinheit der neuen Verpackungsmaschine LRM-DUO. „Das Ergebnis ist bestechend. Teure Buskabel werden überflüssig, die aufwändige Parallelverkabelung entfällt und die Anlage wird wesentlich kompakter“, weiß der stellvertretende Leiter Elektro-Konstruktion des Unternehmens, Ulrich Hausner, zu berichten.

    Mit der modular aufgebauten, zweistufigen Hochleistungs-Falteinschlagmaschine für Kaugummi und Schokolade Karton-Multiverpackungen werden mit einer Taktrate von 200 Stück / Minute vor-gruppierte, kleine rechteckige Süßwaren, wie z.B. Schokolade-Riegel und Kaugummistreifen, in der Anlage zuerst kartoniert und anschließend in dicht versiegeltes Zellophan zu Multiverpackungen konfektioniert. Eine mit IO-Link ausgestattete, modulare, automatisch arbeitende Staplereinheit sorgt für eine zuverlässige und effiziente Zuführung der Kartonage.

    Eine besondere Herausforderung sind die vielfältigen Bewegungen inner-halb der Anlage, die mit hoher Geschwindigkeit ineinandergreifen und des-halb streng koordiniert und absolut zuverlässig ablaufen müssen. Loesch-Pack setzt auf die Kombination von einerseits mechanisch kurvengesteuer-ten Antrieben mittels zentraler Antriebswelle und andererseits servogetrie-benen Bewegungen. Die „Königswelle“ verfügt über gehärtete, maschinen-spezifisch ausgelegte Kurvenscheiben mit speziell berechneten Kurvenpro-filen, die dafür sorgen, dass alle Bewegungen und Aggregate fest gekoppelt, damit zwangsgeführt und streng koordiniert auch bei hohen Ge-schwindigkeiten mit dem Hauptantrieb laufen. Die Entscheidung, ob Ser-vomotor oder mechanischer Antrieb wird immer in Abhängigkeit der Appli-kation und deren Erfordernisse gefällt. „Mit zahlreichen Einzelmotoren als Antrieb hätte man die gewünschte extrem hohe Zuverlässigkeit im Lang-zeitbetrieb kaum erreichen können“, so Ulrich Hausner. Es ist immer das Ziel die sinnvollste Kombination von mechatronischen Systemen zu imple-mentieren. Dabei stehen Beurteilungskriterien wie z.B. Sicherheit, Bedien-barkeit und technische Zuverlässigkeit im Vordergrund.

    Kommunikationsstandard IO-Link

    Mit IO-Link setzt LoeschPack an der neuen Anlage kein neuartiges Bussystem ein, sondern einen besonders vielseitigen Kommunikations-Standard, der mit der USB-Schnittstelle im Rechnerumfeld vergleichbar ist. Beides sind kostengünstige Punkt-zu-Punkt-Verbindungen für die Signal- und Energieübertragung, die sich nach Plug-and-Play-Manier betreiben lassen. Während USB sich längst als Standard für den schnellen und kostengünstigen Anschluss der Computer-Peripherie durchgesetzt hat, ist IO-Link gerade dabei, eine vergleichbare Rolle als Installationssystem zum Anschluss von Sensoren, Aktoren, Bedien- und Anzeigeelementen im Maschinenbau zu spielen.
    Der besondere Clou: Der neue Kommunikationsstandard ist abwärtskom-patibel zu sämtlichen Standardsensoren und unempfindlich gegenüber Stö-reinflüssen. D. h. für den Anwender, er kann, aber er muss nicht Sensoren und Aktoren mit IO-Link-Schnittstelle einsetzen, um Vorteile für sich zu ge-nerieren.

    In technischer Hinsicht vollzieht sich die Datenübertragung mittels IO-Link immer zwischen einem IO-Link-Master und einem angeschlossenen IO-Link-Gerät (Device) als Slave. Als IO-Link-Master stehen sowohl Feldbus-anschaltgruppen, typischerweise in IP 67-Ausführung, als auch SPS- Schnittstellenbaugruppen zur Verfügung. Binäre Sensoren werden über spezielle Sensorhubs eingesammelt.

    Das Besondere: Der seriellen IO-Link-Schnittstelle genügt für alle Übertra-gungsaufgaben ein gewöhnliches, dreiadriges Standardkabel. Teure Bus-kabel, geschirmte oder ungeschirmte Sonderkabel entfallen ebenso wie zusätzliche Anschaltboxen. Das vereinfacht den gesamten Installationspro-zess radikal, weil die Verkabelung nun nur noch einen Bruchteil der zuvor üblichen Zeit in Anspruch nimmt. Von den Kosten ganz zu schweigen.

    Details zur Installation

    Konkret sieht die IO-Link-Installation bei LoeschPack folgendermaßen aus: Die elektronische Ansteuerung der Anlage erfolgt mit einer Simatic S7-Steuerung in Verbindung mit dezentraler SIMATIC ET 200S Peripherie mit Profibus Interface, beides von Siemens.

    Als Master kommen im Schaltschrank des Staplermoduls zwei Schnittstel-lenkarten ET200S 4SI in Schutzart IP 20 mit jeweils vier IO-Link-Ports zum Einsatz. An diese sind 7 Balluff IO-Link-Sensorhubs 8xM8 IP67 ange-schlossen. Sie sammeln an der Staplereinheit die Signale der schaltenden Optosensoren ein, die die Mindesthöhe der Kartonstapel überwachen. Da-bei werden jeweils 8 Eingänge über jeweils einen Sensorhub auf einen IO-Link Port gebündelt, um sie dann per einfacher, ungeschirmter Standard-Dreidrahtleitung via IO-Link zum Master und von dort per Profibus der Ma-schinensteuerung zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich werden dann noch über baugleiche passive Balluff Verteiler sicherheitsrelevante Signale wei-terer Optosensoren „Kein Karton mehr vorhanden - dann Not-Aus“ direkt an ein Pilz-Sicherheitsmodul weitergeleitet.

    Die besonderen Vorteile der IO-Link-Installation: LoeschPack erspart sich die aufwändige Parallelverkabelung für die 42 Optosensoren, da die Sen-sorhubs je nach Ausführung 8- bzw. 16 Eingänge auf einen IO-Link Port konzentrieren. „Damit sinkt für uns nicht nur der zeitliche Installationsauf-wand gegenüber bisherigen Lösungen deutlich, sondern es werden auch teure Buskabel überflüssig, dicke Kabelbäume entfallen somit lässt sich die Staplereinheit wesentlich kompakter bauen.

    Für Bestandsanlagen ergibt sich durch dieses neue Installationskonzept bei Loeschpack die Möglichkeit, Anlagen durch Stecken von IO-Link Schnitt-stellenkarten einfach und platzsparend zu erweitern oder auch komplette Retrofitmaßnahmen durchzuführen. Die bestehenden IO’s lasen sich dabei weiterhin nutzten und gleichzeitig kann dezentral in IP67 Technik installiert werden. Zudem erreicht man mit nur einer IO-Link Master und 4 Sensor-hubs mit je 16DI auf 15mm Baubreite im Schaltschrank eine extrem hohe Kanaldichte auf kleinstem Raum.

    Die für die IO-Link-Installation erforderlichen Dreidrahtleitungen kürzen die Maschinenbauer selber von zwei Standard-Ausgangsgrößen auf die ge-wünschte Länge, um sie dann mit Balluff Steckverbindern zu konfektionie-ren. So gibt es keine Schlaufen und „Schweineschwänze“ durch Kabelüber-längen, die zusätzlichen Platz an der Anlage oder in Kabelkanälen benöti-gen“, erläutert Ulrich Hausner.

    Reibungsloses Zusammenspiel

    „Wir haben uns ganz bewusst für die Sensorhubs in IP67 von Balluff ent-schieden“, so Hausner weiter. „Das ansprechende Design, die hohe Funk-tionalität, die geringe Baugröße und die einfache Handhabung haben uns auf Anhieb gefallen.“ Mit einer Zykluszeit von lediglich 2,5 ms passen die Hubs (Variante ohne Diagnosefunktion) dann auch optimal zum Siemens Master mit seiner Zykluszeit von 5 ms. Die Anbindung der IP67 Welt in die ET200S-Peripherie in IP20 wurde so zum Kinderspiel. „Hier zeigt sich auch“, meint Hausner, dass das Zusammenspiel verschiedener IO-Link-Devices, auch wenn sie von verschiedenen Herstellern stammen, problem-los klappt. Der IO-Link-Standard in seiner aktuellen Ausprägung sorgt für eine hohe Interoperabilität.“

    Interessant für LoeschPack ist derzeit der Einsatz von IO-Link vor allem bei zustellbaren Modulen wie Endstapler, Förderbänder etc.. Diese müssen besonders kompakt und platzsparend ausgeführt sein.

    Für die durchgängige Nutzung von IO-Link in der gesamten Verpackungs-maschine sieht Ulrich Hausner in diesem spezifischen Fall derzeit keine Vorteile. So sitzt der Schaltschrank - eine Besonderheit von vielen Anlagen des Verpackungsmaschinenspezialisten - oberhalb des Schmutzbereichs direkt auf der Anlage. Die Kabellängen fallen deshalb extrem kurz aus. Die Verschraubungen / Dichtungen am Schaltschrank sind ausreichend für die zum Einsatz kommenden Reinigungsverfahren. Ein Wechsel von der IP20-Welt zu einer Installation in der Schutzart IP67, wie sie IO-Link bietet, hätte keine Vorteile.


    Ausblick in die Zukunft

    Interessant könnte IO-Link eines Tages jedoch auch aus anderen Gründen werden. Stefan Horcher, Vertriebsingenieur von Balluff, der die IO-Link-Einführung bei LoeschPack begleitet hat, sieht hier noch viel ungenutztes Potential: „ Der neue Kommunikationsstandard steht nicht nur für eine zeit-sparende, schlanke Verkabelung, sondern auch für vereinfachte Paramet-rier- und Diagnosekonzepte“. Sinn mache dies vor allem dann, wenn viele parametrierfähige IO-Link Sensoren und Aktoren in der Anlage verbaut sind. Sie ließen sich über IO-Link mithilfe von Daten- und Funktionsbausteinen zentral und softwarebasiert parametrieren, ganz gleich wo sich die einzelnen Devices befinden. Seiner Erfahrung nach nutzen manche Ma-schinenbauer diese Features, um nach dem Aufbau einer Serienmaschine, quasi auf „einen Rutsch“, die gesamte Anlage zu parametrieren. Sie ver-kürzen damit nicht nur die Inbetriebnahme, sondern die gesamte Time-to-market-Phase, was wichtige Verkaufsargumente sein können. Darüber hinaus profitiert der Nutzer von dieser Möglichkeit, wenn er eine Anlage zeitsparend an eine neue Rezeptur anpassen will.

    Weitere Möglichkeiten eröffnet IO-Link bei der Diagnose. Weil Maschinen von LoeschPack weltweit im Einsatz sind, genießen zuverlässige Fernwar-tungskonzepte hohe Priorität. Hier können IO-Link-Sensoren und Aktoren richtig punkten, denn sie machen den Blick auf die Prozessebene frei. Der Service-Mitarbeiter erkennt im Fall einer Störung im Detail, was dem Sensor oder Aktor fehlt. Vielleicht ist ja nur ein Sensor verschmutzt und das entsprechende Meldebit gesetzt. In jedem Fall erhält der Maschinenbediener eine klare Diagnose und konkrete Tipps, wie er Abhilfe schaffen kann.

    Autor: Detlef Zienert


    Die Loesch Verpackungstechnik GmbH - kurz „LoeschPack“ - ist ein international führender Hersteller von Verpackungsmaschinen und komplet-ten Verpackungsanlagen für Kaugummi, Schokolade und Dauerbackwaren. Das 1919 gegründete Unternehmen mit Sitz in Altendorf in der Nähe von Bamberg gehört heute zur Piepenbrock Unternehmensgruppe mit 25.000 Mitarbeitern und einem Exportanteil von 90%. Es bietet als zuverlässiger Partner und Systemlieferant der Süßwarenindustrie einen umfassenden Rundum-Service weltweit. So begleitet LoeschPack auf Wunsch seine Kunden weltweit über den gesamten Lebenszyklus ihrer Anlagen, von der Idee über Engineering, Bau und Inbetriebnahme bis hin zu Schulungen und der Ersatzteilversorgung.


    Die Balluff GmbH bietet ein Komplettangebot an hochwertigen Sensoren, Wegmess- und Identifikationssystemen sowie Networking- und Connectivi-tylösungen für alle Bereiche der Fabrikautomation. Das 1921 gegründete Unternehmen mit seinen 2.200 Mitarbeitern ist seit vier Generationen fami-liengeführt und investiert einen hohen Anteil des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Produktions- und Entwicklungsstandorte sowie Nieder-lassungen und Repräsentanzen sind um den ganzen Globus verteilt. Gefer-tigt wird nicht nur im Stammhaus in Neuhausen a. d. Fildern in der Nähe von Stuttgart, sondern auch in sechs weiteren modernen Produktionsstät-ten in Ungarn, der Schweiz, den USA, Brasilien, Japan und China.

  • Mehr als nur Adresseinstellung

    Als weltweit erster Anbieter bringt der Sensorik- und Industrial-Networking-Spezialist Balluff Feldbus-I/O-Module mit beleuchte-ten LCD-Displays auf den Markt. Das macht nicht nur die Adres-sierung im Netzwerk einfacher, sondern liefert auch eine ganze Reihe von Zusatzfunktionen. Dazu gehören das Lock-Bit, die Search&Rescue-Funktion und die Geräteidentifikation. Dadurch wird nachweislich ein erheblicher Mehrwert erzeugt: Maschinen- und Anlagenbetreiber profitieren von dem signifi-kant höheren Manipulationsschutz, von mehr Komfort und Transparenz bei der Instandhaltung und letztlich von einer hö-heren Verfügbarkeit und Produktivität. Die neue Modulgenerati-on steht ab sofort für die meisten gängigen Feldbussysteme zur Verfügung. Mit Ethernet/IP lassen sich die Systemvorteile am nachhaltigsten nutzen.
    Feldbussysteme haben den Maschinen- und Anlagenbau in den ver-gangenen 20 Jahren revolutioniert und sind heute durch die Dezentra-lisierung von Funktionen maßgeblich für die enorme Steigerung von Verfügbarkeit und Produktivität verantwortlich. Als weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Sensorik tritt Balluff im 90sten Jahr seit der Gründung nun auch mit neuen weiterentwickelten Feldbusmodulen an und unterstreicht damit den seit 2006 eingeschlagenen Weg zum Netzwerk- und Systemspezialisten. Dabei sind die Kundenprobleme grundsätzlich der Treiber für die Innovationen.
    Seit nunmehr vier Jahren sind Balluff I/O-Module mit ihren bis zu 32 Ein- und Ausgängen in der Maschinenbau- und Automatisierungswelt nicht mehr wegzudenken. Charakteristische Kennzeichen sind das robuste monolithische Zinkdruckgehäuse, das flache Profil mit gerundeten Kanten, die übersichtlichen großflächigen Anzeigen sowie die einfache Befestigungsmöglichkeit über nur zwei Montagepunkte. Die neue Ge-neration von I/O-Feldbusmodulen verfügt zusätzlich über ein beleuchtetes LCD-Display, das Betreibern bei der Adressierung, Ein-stellung, Instandhaltung und Wartung eine Fülle neuer Möglichkeiten eröffnet. Weil hier mechanische Aufsätze wie beschädigungsanfällige Drehschalter komplett entfallen, ist die neue Gerätegeneration im IP67-Modus noch robuster und zuverlässiger als die Vorgängerserie und hält höchsten Schock- und Schwingungsanforderungen stand.
    Da weltweit unterschiedliche Feldbussysteme im Einsatz sind, bietet Balluff als global agierendes Unternehmen die neue I/O-Modulgeneration für fast alle gängigen Feldbussysteme an. Dies schließt auch die Ethernet basierenden Systeme ein, da vieles dafür spricht, dass die Zukunft diesen Systemen gehören wird. Daher lassen sich die besonderen Vorzüge und Systemvorteile mit Ethernet/IP am besten nutzen und darstellen. Ethernet/IP ist inzwischen ein weltweit anerkannter Netzwerktechnik-Standard, der Feldgeräte mit zentrali-sierten Steuerungslösungen verbindet. Ethernet/IP lässt sich zügig installieren und einfach in bereits vorhandene Netzwerke integrieren. Das Portfolio von Ethernet/IP I/O-Modulen in IP67 von Balluff umfasst zwei Baureihen, die mit und ohne integriertem Switch verfügbar sind. Ein Unmanaged Switch, Netzwerkkabel und Zubehör runden das Pro-gramm ab.
    Genügten unter Profibus oder DeviceNet noch zwei dezimale Dreh-schalter, um dem Netzwerk die Adresse des I/O-Moduls mitzuteilen (Adressbereich 0-99), verlangen IP-Adressen mit ihren vier Oktetts ein etwas komplexeres Einstellprozedere, was mit Drehschaltern nur un-zureichend lösbar wäre. Unter Ethernet/IP erhält das Modul seine ei-gene IP-Adresse im Netzwerk. Diese wie auch die Subnetzmaske und die Gateway-Adresse werden über zwei Drucktasten und mit Hilfe eines intuitiv bedienbaren Menüs direkt am Modul eingegeben. Einmal eingestellt, sind sie auf Knopfdruck jederzeit abrufbar, bei einigen Mo-dellen lässt sich auch die eingestellte Baudrate ablesen. Natürlich bleibt es dem Nutzer auch offen, die automatischen Funktionen wie DHCP zu nutzen.
    Mehr als nur Adresseinstellung
    Die komfortable Adressierung der I/O-Module ist aber längst nicht die einzige herausragende Leistungsfunktion der neuen Gerätegeneration, die sich auf Betrieb und Wartung nachdrücklich auswirkt. Bislang bieten nur die neuen I/O-Module von Balluff die Möglichkeit, Maschinen oder Anlagen direkt über das digitale Display vor bewusster oder un-bewusster Manipulation zu schützen. Nach Eingabe der Adresse im Editiermodus kann durch die Steuerung (SPS) ein so genanntes „Lock-Bit“ gesetzt werden, welches eine weitere Umprogrammierung der Adresse nicht zulässt. Wer nun vom Anzeige- in den Editiermodus der Geräteadressierung wechselt, trifft dort auf das gesetzte Lock-Symbol in Form eines Schlüssels. Unbedachtes Verändern der Adresse ist hier nicht, bewusstes Manipulieren zumindest nicht ohne Hürden, Rückfrage und Dokumentation durch die SPS möglich. Die aktuelle Nachfrage zeigt, dass dieses Leistungsfeature in vielen Unternehmen ein Thema ist, will man Manipulationen wirkungsvoll unterbinden und damit die Verfügbarkeit und Produktivität erhöhen.
    Weil effiziente Bedien- und Handhabungskonzepte immer gefragt sind, erweist sich auch die integrierte Geräteidentifikation als nützlich: Per Tastendruck lässt sich rasch und auf einen Blick in Erfahrung bringen, welche Hard- und Software-Version am Ort des Geschehens im Einsatz ist. Von Vorteil ist dies immer dann, wenn beispielsweise bei Wartungs- oder Erweiterungsarbeiten der aktuelle Stand erfasst werden muss. Missverständnisse und langes Suchen sind damit ausgeschlossen, die Version wird im Klartext angezeigt.
    Darüber hinaus ist die neue I/O-Modulgeneration von Balluff mit einer integrierten Search&Rescue-Funktion ausgestattet. „Suchen und Hel-fen“ gestaltet den Betrieb und die Wartung von Anlagen transparenter, schneller und wirtschaftlicher: Nicht lange suchen, sondern rasch fin-den, lautet das Motto. Je zwei helle rote und grüne LEDs sind inte-grierter Bestandteil des Displays, die Leuchten sind unabhängig vom Modul nur durch die SPS ansteuerbar. Der Anlagenbetreiber kann mit dieser Funktion sinnvolle Zustände oder Sachverhalte definieren, bei deren Eintritt die roten, grünen oder beide Lampen (in gelb) aufleuchten. Was zunächst als Gimmick erscheint, beruht jedoch auf einem bis dato ungelösten Problem in der Praxis des Anlagenbetreibers, der über eine große Anzahl von Module verfügt: Der Bediener kann bei Bedarf ein Modul gezielt ansprechen, das sich per grün oder rot leuchtenden LEDs identifiziert und somit schnell auffindbar ist. Auf vergleichbare Art und Weise lassen sich zusammengehörige Module eines bestimmten Clusters ansprechen. Leuchtet hier die LED eines Moduls nicht auf, könnte dies auf eine Fehlfunktion hindeuten. Mit der Search&Rescue-Funktion lässt sich auch visualisieren, welche Module auf derselben Subnetzmaske liegen. Dies ist besonders hilfreich, wenn duplizierte Linien gleiche Adressen, aber unterschiedliche Masken oder Gates verwenden. Eine rot leuchtende LED kann über die SPS entsprechend definiert, auch darauf hinweisen, dass und wo im Prozess augenblicklich Handlungsbedarf besteht, wie beispielsweise eine Temperaturüberschreitung. Dabei handelt es sich hier nicht um eine Diagnosefunktion im Modul selbst, sondern um eine Diagnose, die aus der Plausibilität im SPS Programm generiert wird und am ent-sprechenden Ort angezeigt werden kann. Eine vergleichbare Funktion ist heute auf dem Markt nicht verfügbar.
    Das Interesse bei Balluff anwendungsorientierte Baugruppen zu ent-wickeln ist groß. Das innovative Display steht hier stellvertretend für eine Reihe von prozessbezogenen Funktionen. Dazu gehört auch der integrierte Webserver bei den ethernetbasierenden Systemen (siehe extra Kasten). Balluff wird sein Portfolio sukzessive ausbauen und mit weiteren Standards wie EtherCat ergänzen.
    Zusammengefasst kann gesagt werden, dass für den Maschinen- und Anlagenbetreiber die genannten Funktionen ein deutlicher Schritt in Richtung mehr Verfügbarkeit und damit höherer Produktivität sind. Aber auch schon während des Maschinenaufbaus zeichnen sich erheblich kürzere Inbetriebnahmezeiten durch die intelligente Nutzung der Zusatzfunktionen ab. Ohne mechanische Bestandteile sind die neuen I/O-Blöcke von Balluff noch unempfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen. Schnelle, transparente Adressierung einhergehend mit einem zuverlässigen Manipulationsschutz machen Stillstand zur Aus-nahme, Search&Rescue steht für schlankere und effizientere Betriebs- und Wartungskonzepte. Die IO-Module von Balluff sind darauf ausge-richtet, über die gesamte Lebensdauer des Systems hinweg durch maximale Systembereitschaft und einfache Wartung Geld zu sparen. Im Ergebnis bedeutet dies höhere Verfügbarkeit, mehr Produktivität sowie geringere Lohnstückkosten.

  • Module unterstützen sichere Abschaltung

    Sensor-/Aktorhubs mit IO-Link-Schnittstelle von Balluff helfen bei Installation, Wartung und Betrieb von Maschinen und Anlagen Zeit und Kosten zu sparen. Die extrem robusten M12-Varianten in IP 67 im vollständig vergossenen Vollmantelgehäuse sind Spe-zialisten für sehr raue Industrieumgebung, wie man sie bei-spielsweise in Werkzeugmaschinen und in Stahlwerken vorfin-det.
    Neu im Balluff Programm sind IO-Link -Aktorhubs, die Anforde-rungen nach einer sicheren Abschaltung („passive Sicherheit“) von Ausgängen gemäß Maschinenrichtlinie 2006/EG, EN 954-1 Kategorie 3, EN 13849-1 EN 62061 SIL2 erfüllen. Mit ihnen lassen Standard E/As beziehungsweise Sicherheits E/As gemeinsam innerhalb einer Feldbustopologie abbilden.

    Bei den IO-Link-Aktorhubs vom Typ BNI IOL-252/256…ist der E/A-Block in zwei galvanisch getrennte Segmente aufgeteilt. Auf diese Weise lassen sich mit einem Modul zwei separate Sicherheitskreise umsetzen. Hierdurch wird das IO-Link-Systemkonzept in seiner Funk-tionalität beträchtlich erweitert. Es erfüllt damit alle Anforderungen eines ganzheitlichen Lösungsansatzes, reduziert gleichzeitig die Kom-ponentenzahl und sorgt für eine beachtliche Installationsvereinfachung bei der Verkabelung von Maschinen. Wurde früher aus der Zusam-menführung und Weiterleitung unterschiedlicher Signale von und an die Steuerungsebene rasch ein armdicker Kabelstrang, tritt jetzt an dessen Stelle ein einfaches dreiadriges Kabel. Sonderkabel und Zusatzboxen werden überflüssig.

    Darüber hinaus bestechen die neuen M12-Aktorhubs durch ihre inno-vative Formgebung und besondere Robustheit und zahlreiche Features, die das Handling zum Vergnügen machen. Pluspunkte sind unter anderem leistungsstarke Ein- und Ausgänge, ein erweiterter Temperaturbereich, ein flaches, platzsparendes Profil mit gerundeten Kanten mit viel Raum für Beschriftungen, ungewöhnlich helle und gut sichtbare Status-LEDs sowie duale Eingangspunkte je Steckverbinder.

  • Flexibel Daten und Energie übertragen

    Induktive Kopplersysteme machen mechanische Steckkontakte überflüssig, da die Signale zuverlässig über einen Luftspalt berüh-rungslos und damit verschleißfrei übertragen werden. Neu im Balluf Programm sind jetzt induktive Koppler IO-Link unidirektional im 40x40mm Unicompactgehäuse. Sie bestechen unter anderem durch ein besonders günstiges Preis-Leistungverhältnis, eine hohe Datenübertragungsgeschwindigkeit und Unempfindlichkeit ge-gegenüber Störgrößen. Typische Einsatzgebiete sind beispiels-weise die Robotikkopplung, Wechselwerkzeuge, Drehtische usw.. Die IO-Linkschnittstelle sorgt dabei für eine zeitsparende Installa-tion, für eine Vereinfachung der Anlagenkonzepte und eine ratio-nellere Verdrahtung von Wechselwerkzeugen.

    Mit den wartungsfreien induktiven Kopplern in der Schutzart IP 67 lassen sich Energie und Signale über einen Luftspalt von bis zu 5 mm sicher, schnell und leistungsoptimiert übertragen. Dabei bieten sie im Vergleich zu bisherigen Lösungen erheblich mehr Energie bei gleicher Bauform Bis zu 12 Watt Dauerleistung werden übertragen, so dass auf der Remote-Seite 24 V DC und 500 mA für die Sensorik bereitgestellt werden. Die maximale Strombelastung je Ausgang kann sogar 800 mA betragen.

    Installation und Montage oder auch ein Austausch sind per Plug and Play und komfortablem M12-Steckanschluss an Base- und Remo-teeinheit ein Kinderspiel. Stets gut sichtbare LED-Anzeigen für Be-triebsspannung und Betriebsbereitschaft erleichtern die Montage und Justierung ganz erheblich.

    Selbst eine so anspruchsvolle Aufgabe wie ein Feldbusanschluss mit Übertragung von bis zu 16 Sensoren lässt sich auf diese Weise per IO-Link-Ankopplung bereits heute schon mit diesem induktiven Kopp-lersystem realisieren.Zusätzliche Voraussetzung dafür sind lediglich ein IO-Link-Sensorhub und ein passender IO-Link-Master. Diese führt Balluff bereits seit längerem in seinem Connectivity- und Networking Programm. Als erste am Markt eignen diese sich sowohl für den An-schluss von Zwei- als auch Dreidrahtsensoren.

Diese Inhalte werden von Ausstellern zur Verfügung gestellt. Falls Sie bestimmte Inhalte unpassend oder missverständlich finden, kontaktieren Sie bitte info@easyfairs.com

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